Unser Prinz

„Einmol Prinz zu sin“ – diesen Wunsch hatte ich schon als kleiner Jeck.

Als ich am 11.11.1991 das Trömmelchen hörte, gab

es kein Zögern und Zaudern. Pünktlich zu Beginn der fünften Jahreszeit kam ich am 12. November auf die Welt, um selbst schauen zu können, welches jecke Treiben um mich herum stattfand.

Zum Glück waren meine Eltern bereit, mich von Kindesbeinen an in meinem jecken Tun zu unterstützen und mich zu Karnevalszügen und -sitzungen  zu kutschieren. Für meinen Vater Peter und meine Schwester Melina steht bis heute fest: von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch wird das Brauchtum zelebriert. Die letzten sieben Jahre habe ich mir die Karnevalstage wie selbstverständlich frei genommen.

Ich arbeite im Vertrieb der Firma Metten Stein & Design in Overath, in der Privatkundenberatung spielt für mich hier der tägliche Kontakt mit Menschen eine große Rolle. Vor meiner Ausbildung zum Industriekaufmann habe ich mich im sozialen Bereich engagiert. Ich habe das Fachabitur im Sozial- und Gesundheitswesen gemacht. Als Praktikant war ich deshalb auch ein Jahr an der OGS Voiswinkel. Anschließend habe ich ein „Freiwilliges Soziales Jahr“ in der Lebenshilfe- werkstatt in Refrath absolviert. Ich mochte schon immer den Umgang mit Menschen und weiß, dass mir diese Eigenschaft für meine Aufgaben als Prinz zu Gute kommt.

Dass das Leben nicht immer frisch, fromm, fröhlich und frei ist, musste ich leider auch erfahren. Ein Schicksalsschlag hat mich vor fünf Jahren getroffen: meine Mutter ist an Krebs gestorben. Aber ich bin mir sicher, dass meine Mutter während der Session mein jeckes Treiben aus dem Himmel beobachtet und dort mitfeiern wird.

Es erfüllt mich mit großem Stolz, in der Begleitung einer wunderbaren Jungfrau und eines fantastischen Buur Karnevalsprinz in Voiswinkel sein zu dürfen. Meine besondere Dankbarkeit gilt dabei dem Dreigestirn der vergangenen Session, die mich für dieses besondere Amt begeistert haben.

Das Brauchtum lebt durch aktive Karnevalisten, die immer wieder neue Begeisterung entfachen. Ich freue mich riesig auf diese lange Session und bin mir sicher, dass wir alle zusammen sehr viel Spaß haben werden. Denn im heutigen stressigen Alltag und in den zunehmend auch gesellschaftspolitisch brisanten Lagen ist es wichtig, dass wir gemeinsam die Freude nicht verlieren und (F /)feste feiern. Deshalb lasst uns schunkeln und singen, getreu dem Motto: “Jeck op Fastelovend – Met Hätz un Siel“

Alaaf!!!!

Euer Prinz Marc I.