55 Jahre IVK

Unsere Geschichte – Session für Session

Vom Heuwagen der jecken Wiever bis zum Jubiläum „55 Johr“: Mottos, Orden, Dreigestirne und die Geschichten dahinter – aus über fünf Jahrzehnten Voiswinkeler Karneval.

1971Zug der jecken Wiever
1972Gründung der IVK
55.Session 2026/27
Jubiläumsorden der IVK 2027 – 55 Jahre
Wie alles begann

Jestern, hück un morje

Wenn Peter Schmidt an die Anfänge der IVK zurückdenkt, beschleicht ein spitzbübisches Grinsen sein Gesicht. „Zu Beginn war alles noch recht chaotisch“, erinnert sich der Ehrenpräsident. Am Weiberfastnachtstag 1971 rieb sich so manch Voiswinkeler verwundert die Augen: Ein Haufen jecker Wiever zieht auf einem zum Karnevalswagen umfunktionierten Heuwagen durch Voiswinkel und sorgt somit für den ersten Karnevalszug in der Geschichte des Dorfes. Und die Wiever machten mächtig Eindruck bei den Voiswinkelern.

Im folgenden Jahr wird bei einer Bürgerversammlung in der Kneipe „Haus am Sonnenberg“ spontan beschlossen: wir stellen einen Zug für ganz Voiswinkel auf die Beine. „Alle waren aktiv und überall kamen Gruppen her, es war ein immenser Zug“, so Peter Schmidt, „allerdings ohne Genehmigung und ohne Organisation. Es war ein einziges Chaos“. Zwar war der Zug ein voller Erfolg (und es kam glücklicherweise zu keinen größeren Komplikationen und Zwischenfällen), dennoch beschließt man im gleichen Jahr die Gründung einer Vereinigung, die sich um die Organisation und Finanzierung des Zuges kümmert.

Es ist die Geburtsstunde der Interessengemeinschaft Voiswinkeler Karnevalsfreunde, kurz IVK. An vorderster Front mit dabei: Peter Schmidt. Zusammen mit Adolf Guhl, Konrad Bosbach und Hermann Josef Stefer bildet er den ersten Vorstand der IVK. Bei der Erinnerung an die Wahl zum Vorstand kommt der langjährige Literat der IVK ins Schmunzeln: „Ich weiß noch wie ich nach dem Chaoszug 1972 abends in den Sonnenberg ging und erst um vier Uhr morgens nach Hause kam.

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Da muss ich irgendwie aufgefallen sein. So sehr, dass man mich bei der folgenden Bürgerversammlung in den Vorstand wählte“. Als gebürtiger Sachse hatte der neugewählte Schriftführer zunächst ein ums andere Mal Schwierigkeiten seine Vorstandsmitglieder – die sich dem Bergischen Platt bedienten – zu verstehen. Doch innerhalb kürzester Zeit war er auch vom Bazillus Karneval infiziert.

Anfang der 1970er Jahre ist die Vereinslandschaft in Voiswinkel vom Männergesangsverein Edelweiß und dem Turnverein geprägt. Obwohl zu diesem Zeitpunkt noch kein eingetragener Verein beginnt die IVK sich als dritte Kraft im Dorf zu etablieren. Doch nach guter Voiswinkeler Tradition arbeiten die Vereine Hand in Hand, anstatt miteinander in Konkurrenz zu stehen. Insbesondere zum Männergesangsverein besteht in den 1970er- und 1980er Jahren eine innige Verbindung.

So findet etwa die Proklamation der IVK-Dreigestirne auf den Sitzungen des Männergesangvereins statt. Bereits seit Anfang der 1960er Jahre, also gut zehn Jahre vor der Geburtsstunde der IVK, richtete dieser im Haus am Sonnenberg eigene Karnevalssitzungen aus. Über das Jahr eigentlich eine Kneipe, wandelte es sich in der 5. Jahreszeit zur Hochburg des Voiswinkeler Karnevals. Doch das Haus am Sonnenberg ist noch viel mehr als der Austragungsort für Veranstaltungen.

Für die Voiswinkeler ist es zugleich Kneipe, Versammlungsort, Hofburg (die Dreigestirne haben sogar ein eigenes Zimmer im ersten Stock) und erste Anlaufstelle im Dorf. „Wenn man wissen wollte was im Dorf vor sich ging, stattete man dem Sonnenberg einen Besuch ab“, erzählt Peter Schmidt. Ja der Sonnenberg hat viele Geschichten voller Geselligkeit und Freude erlebt – schade, dass es dies heutzutage in dieser Form nicht mehr gibt. (Ja dies soll heißen, dass Voiswinkel wieder eine eigene Kneipe braucht). Wie schon erwähnt bestand (und besteht) die Hauptaufgabe der IVK darin den Weiberfastnachtszug zu organisieren.

Doch im Laufe der Jahre nahm sich die IVK auch vieler außerkarnevalistischer Aktivitäten an. So übernahm man etwa die Organisation des St. Martinszug an, rief ein Fußballturnier zwischen den Odenthaler Karnevalsvereinen ins Leben oder war federführend für die Veranstaltung der St.-Engelbert Kirmes verantwortlich. Es war immer schon Teil der IVK-Mentalität Aktionen und Veranstaltungen vom Dorf, für das Dorf zu initiieren. Eine der Eigenschaften die auch den Ehrenpräsidenten an der IVK fasziniert hat: „Anfangs dachte ich, Mensch die sind ja alle verrückt.

Bis man dann selbst dabei war und diese Begeisterung und den Einsatz von allen erlebte“. Und die Begeisterung für den Verein und den Karneval ist es wohl, die eine jede Session miteinander verbindet. Im Laufe der Jahre ist die IVK auch durch manches Tal geschritten, doch hat sich immer wieder aufgerappelt. Die Sitzungen sind gut besucht, die Voiswinkeler engagieren sich für das Brauchtum Karneval.

All die kleinen Anekdoten und Geschichten, welche die IVK ausmachen, versuchen wir hier zu erzählen. Doch darf nicht vergessen werden, dass die Geschichte hier keineswegs endet, sondern vielmehr der Auftakt in viele weitere Jahre IVK ist. Unsere Aufgabe als Voiswinkeler und Karnevalisten ist es auch die kommenden Generationen für das Engagement im Karneval zu begeistern. Wie beschreibt es Peter Schmidt so passend: „Es geht darum Spaß an der Sache zu haben und Gemeinschaft im Karneval zu finden.

Doch dafür muss man mitgenommen werden“. Also nehmt eure Familien, Pänz und Freunde an die Hand und zeigt ihnen wie wunderbar der Voiswinkeler Karneval sein kann. Voiswinkel Alaaf!

Die 70er

Session 1971/72Der erste Zug

„Voiswinkeler Jecken sind erwacht“

Was heute schier unmöglich scheint, ist am 18.02.1971 blanke Realität: Ein Karnevalszug zieht durch Voiswinkel und kaum einer bekommt es mit. Auf einem als Karnevalswagen umfunktionierten Heuwagen ziehen die Damen vom Kegelclub MIR LOSSE EENE STONN durchs Dorf – wohl nicht ahnend was ihr Umzug für einen Einfluss auf die Voiswinkeler Karnevalsgeschichte haben sollte.

MeilensteinDer erste Weiberfastnachtszug zieht am 14.02.1972 durchs Dorf.

Weiberfastnachtszug 1972
Weiberfastnachtszug 1972
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Die jecken Wiever hatten, ob gewollt oder nicht, ein Signal gegeben und schnell ist klar – so kann es nicht weitergehen, Voiswinkel braucht einen richtigen Karnevalszug. So trifft man sich am 19.01.1972 zu einer Bürgerversammlung im „Haus am Sonnenberg“, um über den örtlichen Karneval zu diskutieren.

Selbst wer damals nicht mit vor Ort war, kann sich die Euphorie die an diesem Abend herrschen musste wohl bildlich vorstellen. Nur 26 (!) Tage vor Weiberfastnacht wird beschlossen: Unter dem Motto „Voiswinkeler Jecken sind erwacht“ soll Weiberfastnacht 1972 der erste richtige Zug durch den Ort gehen. Die gut 30 anwesenden Voiswinkeler spenden jeder 60 DM damit der Zug gelingen kann. Spontan wird auch direkt ein Dreigestirn ausgerufen, welches, entsprechend der Kölner Tradition, nur aus Männern besteht: Peter Gerfer als Prinz Peter I., Willi Berger als Jungfrau Wilhelmine und Alfred Meinerzhagen als Bauer Alfred.

Für seine Tollität und seine Deftigkeit werden extra Kostüme aus Dortmund geliehen; das Jungfrauenkostüm jedoch wird von Eva Berger selbst geschneidert. Es wird geplant, gewerkelt und zwischendurch auch das ein oder andere Kölsch getrunken und schließlich zieht am 14. Februar der erste Voiswinkeler Karnevalszug mit acht Wagen, zwei Musikkapellen und insgesamt ca. 300 Teilnehmern durchs Dorf. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit sind noch alle Wagen rechtzeitig fertig geworden. Einer hat als Motiv das erste, zu dieser Zeit noch viel diskutierte, Hochhaus in Odenthal.

Der Grundstein ist gelegt.

Orden der Session 1972/73
Session 1972/73Gründung der IVK

„Voiswinkeler Jecke mache wigger“

Das Eis ist gebrochen; der erste Zug durch Voiswinkel gerollt. Doch noch nicht unter der Schirmherrschaft der IVK, sondern auf Initiative der Bürgerversammlung unter Mithilfe von Männergesang- und Turnverein, Skat- und Kegelclubs und Nachbarschaftsgemeinschaften.

MeilensteinDas erste Voiswinkeler Dreigestirn: Prinz Peter I. (Gerfer), Jungfrau Wilhelmine (Willi Berger) und Bauer Alfred (Meinerzhagen). 32 Gruppen ziehen beim Weiberfastnachtszug mit.

Weiberfastnachtszug, Session 1972/73
Weiberfastnachtszug, Session 1972/73
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Dies ändert sich auf der Bürgerversammlung am 01.03.1972. Zum ersten Mal findet der inzwischen schon traditionelle Bilderabend statt. Zudem beschließt man an diesem Abend die Gründung der Interessengemeinschaft Voiswinkeler Karnevalsfreunde, kurz IVK genannt.

Hauptaufgabe: Die Organisation des Zuges und die Sicherung der Finanzierung. Auch wählt die Bürgerversammlung den ersten Vorstand der IVK: Adolf Guhl (1.Vorsitzender), Konrad Bosbach (2.Vorsitzender), Peter Schmidt (Schriftführer), Hermann Josef Stefer (Kassierer). Spätestens nachdem kurz darauf bei der Gemeindeverwaltung der erste Antrag auf einen Zuschuss für die Haftpflichtversicherung des Zuges eingeht, ist klar: die Voiswinkeler meinen es ernst. Das verdeutlicht auch das Motto für die Session 1972 -1973, das im August 1972 veröffentlicht wird: „Voiswinkeler Jecke mache wigger“.

Nach der Hauruck-Aktion in der ersten Session stellt man das erste Dreigestirn dieses Mal schon am 11. Im Elften vor. Mit Prinz Hubertus I. (Scharmann), Jungfrau Gundi (Günther Werheid) und Bauer Heinrich (Merzbach) debütiert das erste eigene IVK-Dreigestirn. Unter der Leitung von Peter Schmidt (der zugleich auch Dreigestirnsführer ist) zieht auf den Tag genau ein Jahr nach Gründung der IVK der erste von der IVK organisierte Weiberfastnachtszug bei strahlendem Wetter durch Voiswinkel. Insgesamt nehmen 32 Gruppen, zwölf große und fünf kleine Wagen und fünf Kapellen am Zug teil.

Eine der Kapellen ist die Mainzer Rittergilde, die einzig für Voiswinkel die Mainzer Fassenacht vorzeitig verließ.

Orden der Session 1973/74
Session 1973/74

„Voiswinkel ohne Energie – Nie!“

Wenn ein Stein einmal ins Rollen gekommen ist, dann ist er nicht mehr aufzuhalten, lautet ein altes Sprichwort. Ähnliches ist aber auch über die Entwicklung der IVK zu berichten.

Weiberfastnachtszug 1974
Weiberfastnachtszug 1974
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Im Mai 1973 bildet sich aus den beiden bisherigen Dreigestirnen der Ehrenrat, aus dem sich später der Senat entwickeln sollte. Ihre Erkennungszeichen: weiße Jacken, rote Hemden und schwarze Fliegen.

Jährlich soll dieser Kreis nach der Session mit dem jeweiligen Dreigestirn um drei Mitglieder verstärkt werden. Um sich vom Ehrenrat zu unterscheiden kleidet sich der Vorstand, welcher in dieser Session mit Schatzmeister Heinz von Ahlen ein neues Mitglied bekommt, seitdem in die traditionell roten Jacken. Ab dieser Session bekommt die IVK auch ein eigenes Emblem. Der Ortsname Voiswinkel wird kurzer Hand in Fuchs-im-Winkel übersetzt, und ab dem Jahr 1974 ziert der Fuchs mit Narrenkappe das Emblem der IVK.

Das sich in den folgenden Jahren herausstellen sollte, dass diese Ableitung einem Irrtum unterlag und Voiswinkel gar nicht Fuchs-im-Winkel bedeutet, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Doch an diesem Beispiel zeigt sich auch, das sich der Voiswinkeler gar nicht so sehr vom Kölschen unterscheidet, denn frei nach Artikel 7 des Kölner Grundgesetzes „Wat wells de maache“ blieb man dem Fuchs treu, der bis heute das Emblem unseres Karnevalsverein schmückt. Während sich die IVK auf ihre Session vorbereitet tauchen in der Welt erste Energieprobleme auf. Prompt wählen die Voiswinkeler auf Vorschlag von Inge Guhl als Motto für die Session „Voiswinkel ohne Energie – Nie!“.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des ortsansässigen Männergesangvereins „Edelweiß“ kommt das Dreigestirn in diesem Jahr komplett aus deren Reihen. Prinz Hermann I. (Stefer), Jungfrau Helmi (Helmut Woydowski) und Bauer Wilbert (Pick) sind die neuen Tollitäten. Begleitet werden sie von der Prinzengarde, die sich aus dem weiblichen Elferrat der Männergesangverein-Sitzungen formiert. Ihren ersten Auftritt hat die neue (Tanz-)Formation auf der Proklamationssitzung des Gesangvereins im „Haus am Sonnenberg“, wo in den Anfangsjahren alle Sitzungen stattfinden.

Zu den Klängen von „Ja, wir sind Voiswinkeler Mädchen, hab’n Spitzenbötzje an…“ bringen sie den restlos ausverkauften Saal so zum Toben, dass die Sitzung kurz darauf spontan mit den gleichen Kräften wiederholt wird. Auch die Dreigestirne aus Bergisch Gladbach und Övver Ohnder machen bei dieser Gelegenheit der IVK ihre Aufwartung. Stolz präsentiert die IVK in diesem Jahr aber auch ihre erste Sitzung in Eigenregie. Unter der Leitung von Sitzungspräsident Peter Schmidt findet am 17.02.1974 eine Kindersitzung mit reger Beteiligung statt.

Zum Abschluss dieser ereignisreichen Session zieht der Weiberfastnachtszug mit 32 Gruppen, sechs Kapellen und zwei Reiterkorps durch Voiswinkel – unserm Dorf im Jröne. „Voiswinkel ohne Energie – Nie!“ gestirn in diesem Jahr komplett aus deren Reihen. Prinz Hermann I.

Orden der Session 1974/75
Session 1974/75

„Fuchs im Winkel – IVK, Tollwutzeit ist wieder da“

Das sich das Emblem der IVK schon nach kurzer Zeit großer Beliebtheit erfreut, schlägt sich unter Anderem im Motto dieser Session nieder. Aus 39 Vorschlägen setzte sich das Motto „Fuchs im Winkel – IVK, Tollwutzeit ist wieder da“ durch.

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Auch die neuen Komiteesmützen von Vorstand und Ehrenrat sind ab dieser Session mit dem Fuchs bestickt. Zu den neuen Mützen bekommt die IVK eine eigene IVK-Standarte, welche aus den Reihen des Vorstands und des Ehrenrats gestiftet wird.

Regiert werden die Voiswinkeler Narren von Prinz Addy I. (Adolf Guhl), Jungfrau Carla (Karlheinz Mittler) und Bauer Hartmut (von Ahlen).Nachdem im Vorjahr mit der Prinzengarde bereits die erste Voiswinkeler Tanzgruppe ihren Einstand feierte, drängt nun auch der Nachwuchs auf die Bühne. 16 Mädels gründen unter der Leitung von Tanztrainerin Edith Wollnik die „Jungfüchse“. Geprobt wird in der weitläufigen Turnhalle, die Bühne im Sitzungsaal im „Haus am Sonnenberg“ bietet jedoch deutlich weniger Platz. So wird jeder Auftritt zum Drahtseilakt. Mit nun mittlerweile zwei Tanzcorps kann sich die IVK auch außerhalb gut sehen lassen und repräsentieren.

Aber auch das Dreigestirn machte die IVK über die Grenzen Voiswinkels hinaus bekannt. Bis nach Köln und Ittenbach im Siebengebirge gibt es Auftritte. Den Höhepunkt der Session bildet wieder einmal der Weiberfastnachtszug an dem sich 250 Personen beteiligten. Wieder einmal ist es eine große Gemeinschaftsleistung des Ortes aus Spaß an der Freud.

Das Dreigestirn selbst fährt auf einem, zum riesigen Fuchs umgebauten Wagen, durch die Straßen. Fuchs-im-Winkel hin, Fuchs-im-Winkel her, es wird deutlich, dass das fussige Tierchen untrennbar mit der IVK verbunden ist (und bleiben wird).

Orden der Session 1975/76
Session 1975/76

„Un es et Geld och knapp, Voiswinkel bliet op trapp“

Ja kann es das denn geben? Mit Beginn der Session 1975 – 1976 werden erstmals Prinzenwerber im Dorf gesichtet.

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Die Suche nach einem Dreigestirn gestaltet sich schwieriger als in den Vorjahren. Wie gut, dass es in diesen Tagen noch die eine oder andere Dorfkneipe gibt, an deren Tresen noch handfeste Bierdeckelverträge aufgesetzt werden können.

So kann auch diese Session wieder ein Dreigestirn präsentiert werden. Mit Prinz Peter II. (Schmidt) übernimmt der erste Sachse das höchste Amt im Karneval. Zusammen mit Jungfrau Johanna (Hans Nick) und Bauer Ruppert (Durchholz) zieht er durch die 5.Jahreszeit. Motto der Session wird auf Vorschlag von Conny von Ahlen „Un es et Geld och knapp, Voiswinkel bliet op trapp“.

Doch noch bevor die eigentliche Session am 11. Im Elften beginnt, ist schon viel in den Reihen der IVK geschehen. Zunächst wird auf einer Bürgerversammlung der bisherige Vorstand im Amt bestätigt. Zusätzlich stoßen mit Heinrich Merzbach, Willi Odenthal und Alfred Meinerzhagen drei neue Vorstände hinzu. Nach wenigen Wochen tritt Alfred Meinerzhagen aus persönlichen Gründen zurück.

Für ihn rückt Hans Potthoff nach. Neben dem Karneval nimmt sich die IVK auch anderer Aufgaben an. So erweckt sie den Martinszug zu neuem Leben. Als Martin reitet Petra Gerfer durch die Straßen.

Der Überschuss aus dem Verkauf der Weckmänner kommt voll den Kindern in Schule und Kindergarten zugute. Neben der Kindersitzung gibt es in dieser Session auch erstmals eine eigene IVK-Seniorensitzung. Sitzungspräsident ist mit Addy Guhl, der Prinz der vorangegangenen Session. Obwohl die Stimmung im Verein bestens ist und alle auf den Beginn der närrischen Tage warten, gibt es noch ein Hindernis zu bewältigen.

Beim Wagenbau kommt es zu großen Schwierigkeiten, da die Temperaturen bis auf -15 Grad sinken und der für den Dreigestirnswagen mühsam modellierte Tünnes nicht trocknen will. Hier zeigt sich aber, dass die IVK nicht nur für den Karneval, sondern auch für den großen Zusammenhalt untereinander steht, wie folgende Zeilen belegen: „In einer Nacht- und Nebelaktion wurde der Tünnes aus der Wagenhalle von Peter Gerfer, die jedes Jahr in der Zeit vor Karneval dankenswerterweise zur Wagenhalle des Karnevals umfunktioniert werden darf, in die Lackierhalle von Heinz Spanier transportiert, weil dort gut geheizt werden konnte. Auch das ist echt Voiswinkel im Karneval: einander helfen – ohne Eigennutz“. (Zitiert aus der Jubiläumsschrift 10 Jahre IVK) Auf den letzten Stipp klappt es dann noch mit dem Tünnes und das Dreigestirn zieht auf dem Weiberfastnachtszug mit fast 600 Teilnehmern durch den Ort.

Orden der Session 1976/77
Session 1976/77

„Das fünfte Jahr ist voll – Voiswinkel is immer noch radedoll“

Die erste Jubiläumssession der IVK beginnt mit einem Paukenschlag. Im Sommer 1976 bittet der Addy Guhl überraschend darum, ihn vom Amt des Präsidenten zu entbinden.

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Schweren Herzens erfüllt der Vorstand seinen Wunsch. Kommissarisch übernimmt der 2.Vorsitzende Konrad Bosbach sein Amt und führt die IVK in ihre 5.Session.

Umso erfreulicher ist dafür, dass in dieser Session mit Rudi Berger (Voiswinkeler Schulleiter), Hans Krisch (Metallfabrikant) und Heinz Rodenbach (in Voiswinkel geborener Gastwirt aus Frechen) die ersten Ehrensenatoren ernannt werden. Und auch für die Voiswinkeler ist der Karneval immer noch Ehrensache – im 5. Jahr ist die Freude am jecken Treiben ungebrochen. Treffend lautet das Motto: „Das fünfte Jahr ist voll – Voiswinkel is immer noch radedoll“. Die Idee dazu stammt von Günter Blömer und Christine Hofmann.

Die Regentschaft über die Voiswinkeler Radedollen übernehmen in dieser Session seine Tollität Prinz Jürgen I. (Brück), ihre Lieblichkeit Jungfrau Wilfriede (Wilfried Klein), und seine Deftigkeit Bauer Erwin (Schmitter). Wie auch schon sein Vorgänger Prinz Peter II. trägt Jürgen I. eine handgearbeitete Amtskette in der die Namen aller Voiswinkeler Prinzen eingraviert sind und ein Zepter mit dem Fuchsemblem. Nach dem Erfolg der ersten Seniorensitzung, findet erneut eine statt. Unter der der Präsidentschaft von Peter Schmidt strömen wieder zahlreiche Jecken in den Voiswinkeler Gürzenich im „Haus am Sonnenberg“.

Auch in den Reihen der Jungfüchse wird eine Position neu besetzt. Mit der neuen Trainerin Doris Weyer holte man sich Expertise aus dem fernen Bechen. Trotz bevorstehender Mutterfreuden arbeitet Doris akribisch mit den Mädels und die wallenden Röcke und langen Beine der Jungfüchse verdrehen so manchem jungen Kerl den Kopf. Traditionell stellt der Weiberfastnachtszug den Höhepunkt der Session da.

Dieses Mal jedoch unter der Führung des neuen Zugleiters Hans Potthoff.

Orden der Session 1977/78
Session 1977/78

„Mit Jecken, Enten, Küh und Pferden – Kann da ein Dorf noch schöner werden?“

Erst dachte man sich wohl, na joot „et bliev nix wie et wor“ (Artikel 5), spätestens an Weiberfastnacht im Jahr 1978 aber ist der vorherrschende Tenor eher „wat soll dä Käu?“(Artikel 9). Zum ersten Mal ändert der Zug seine Richtung.

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Anstatt vom Küchenberg bis nach Schwarzbroich zu ziehen, beginnt der Zug dieses Mal im Schwarzbroich und endet auf dem Küchenberg. Der einzige Schönheitsfehler: anscheinend hatte niemand Petrus informiert.

Bei ausgesprochen schlechtem Wetter zieht der Zug durch den Ort. Doch von solchen Kleinigkeiten lassen sich eingefleischte Karnevalisten wie Prinz Hans I. (Potthoff), Jungfrau Carola (Karl Baldenau) und Bauer Willi (Odenthal)nicht entmutigen. Schließlich hatte man am 11. im Elften noch, inspiriert vom Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ das Motto „Mit Jecken, Enten, Küh und Pferden – Kann da ein Dorf noch schöner werden?“ gewählt. Da lässt man sich die Karnevalsfreude nicht von ein bisschen Regen versauern.

Auch die Presse findet lobende Worte und bescheinigt sowohl den Wagen, als auch den Fußgruppen Liebe zum Detail. Nach dem Austritt von Addy Guhl gilt es einen neuen IVK-Präsidenten zu finden. Zum neuen Obersten der Voiswinkeler Karnevalsfreunde wird Peter Schmidt gewählt. Sein Stellvertreter wird Hermann Josef Stefer.

Mit Hans Potthoff als neuem Geschäftsführer und Heinz von Ahlen als wiedergewähltem Schatzmeister bleibt ein Großteil des Vorstandes zusammen. Neu hinzukommen Bernd Gardeweg, Günter Kröber, Alfred Meinerzhagen und Heinrich Merzbach. Zusätzlich wird Konrad Bosbach zum ersten Ehrenpräsidenten der IVK ernannt. Und der neue Vorstand hat direkt gute Kunde zu vermelden: die Kasse der IVK ist wohlgefüllt.

So ist es möglich in Oberhortenbach eine Scheune anzumieten, in der die Karnevalswagen überwintern können. Wieder einmal schafft es die IVK auch außerhalb des Karnevalstreibens für das Dorf aktiv zu werden. Auf Initiative der IVK kommt es am 25.06.1978 zur ersten St.-Engelbert-Kirmes in Voiswinkel. Mitveranstalter sind die kath.

Kirchgemeinde St.-Engelbert, der Turnverein und der Männergesangverein. Der beträchtliche Reingewinn kommt allgemeinen Zwecken zugute. Nach der Anschaffung von Spiel- und Turngeräten für den Schulhof, wird ein Großteil für das neue Jugendheim gestiftet. Ein erneuter Beweis dafür, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen.

Orden der Session 1978/79
Session 1978/79

„Lustig, jeck und ausgelassen, ziehn wir wieder durch die Gassen“

Seit mittlerweile drei Jahren gibt es nun schon die Prinzenfindungskommission, die – wie es der Namen schon sagt – sich zur Aufgabe gemacht hat, pünktlich zur neuen Session ein Dreigestirn zu präsentieren. Bisher immer mit Erfolg.

MeilensteinAm 11.11.1978 findet die erste Proklamation im „Haus am Sonnenberg“ statt.

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Doch in diesem Jahr vermeldet die Kommission Schwierigkeiten. Dabei scheint zunächst alles wie am Schnürchen zu laufen.

Denn erstmals richtet die IVK am 11. im Elften 1978 ihre eigene Proklamationssitzung aus, auf der man stolz das Dreigestirn für die Session 1978 – 1979 verkünden möchte. Geplant ist, dass der Turnverein, der 1979 sein Jubiläum feiert, das Dreigestirn komplett aus seinen Reihen stellt. Der Sitzungssaal im „Haus am Sonnenberg“ ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Alles ist bereit in die neue Session zu starten … doch dann die Hiobsbotschaft: Es kommt zur spontanen Absage seitens des Turnvereins.

Die Jecken im Voiswinkeler Gürzenich sind schockiert und die Kommission tritt mit sofortiger Wirkung von ihrem Amt zurück. Damit hatte keiner gerechnet. Nach kurzer Schockstarre besinnt man sich jedoch auf das diesjährige Motto „Lustig, jeck und ausgelassen, ziehn wir wieder durch die Gassen“ und feiert unverdrossen die erste Proklamationssitzung (nur halt eben ohne Proklamation, aber was macht das dem jecken Volke schon) der IVK unter der Leitung von Sitzungspräsident Peter Schmidt. Und nach fleißigem Klinkenputzen wird dann auch noch kurz vorm Jahreswechsel mit Prinz Alfred I. (Meinerzhagen), Jungfrau Wilhelmine (Willi Mehlberg) und Bauer Otto (Sass) ein Dreigestirn „verpflichtet“.

Wenn sie auch ihre eigene Sitzung verpasst haben, feiern sie dennoch mit den Voiswinkeler Jecken auf der Senioren- und Kindersitzung, die wieder in IVK-Eigenregie ausgerichtet werden. Nach den Erlebnissen in der letzten Session geht der Weiberfastnachtszug dieses Mal wieder in die „richtige“ Richtung. Zugleiter Jürgen Brück führt 25 Gruppen und Wagen, und fünf Kapellen in Richtung Schwarzbroich.

Petrus scheint allerdings immer noch verstimmt zu sein – feiner Schnee begleitet den Umzug. Highlight des Zuges ist, wer hätte das nach der verpatzten Proklamation gedacht, der Turnverein, welcher sich selbst karikiert. „Große Klappe – nix wie Strüh und Pappe“ steht auf dem wunderbaren Gefährt, auf dem ein Dreigestirn aus Stroh die Narren grüßt.

Prinz Alfred I. erzhagen), helmine und

Orden der Session 1979/80
Session 1979/80

„Gemütlich, familiär – Voiswinkeler Fasteleer“

Und wieder einmal weht der Wind der Veränderung kräftig durch die Reihen der IVK. Der bisherige Ehrenrat (bestehend aus den ehemaligen Dreigestirnen) benennt sich um in den Senat.

MeilensteinAus dem Ehrenrat wird der Senat – und es gibt den ersten IVK-Orden.

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Erster Senatspräsident ist mit Addy Guhl ein IVK-Gründungsmitglied. Auch schlägt die Geburtsstunde für die ersten IVK-Orden.

Bislang gab es nur den Orden des Dreigestirns. Der Entwurf für den neuen Orden stammt von Antje Schmidt. Er zeigt zwei Füchse (noch irgendwelche Zweifel daran, das sich der Fuchs nicht durchsetzen sollte?), die sich im Ornat der Ex-Dreigestirne vor der Hofburg zuprosten. Die Leitung der Seniorensitzung übernimmt mit Leni Haas erstmals eine Frau.

Vom 23.-25.06.1979 findet mit einem eigenen großen Zelt die zweite St.-Engelbert-Kirmes statt. Der Reinerlös von 10 000 DM kommt der Jugendarbeit in Voiswinkel zugute. Am 11. im Elften herrscht nach den Ereignissen des Vorjahres eine gewisse Skepsis. Aber alle Sorgen sind unbegründet.

Mit Prinz Helmut I. (Flemm), Jungfrau Hanni (Harry Hillen) und Bauer Bruno (Averkamp-Peters) betreten drei karnevalistische Newcomer die Bühne. Das Motto „Gemütlich, familiär – Voiswinkeler Fasteleer“ wird von einer Jury aus 42 Vorschlägen ausgewählt (und könnte eigentlich Jahr für Jahr als Motto für unser Dorf dienen) und wird zum Grundgedanken der Prinzenrede, die in der Form bis dahin unbekannt ist. Doch anstatt einer Regierungserklärung, wird die Prinzenrede vielmehr zu einer Lobrede auf den Karneval in unserem Dorf: „… wo lööv jetzt Wieverfastelovend der schönste Zoch? – Wo jütt et Kamelle und Strüße jenoch? – Wo kann dat Dorf nicht mehr schöner werden? – Wo ham mer jetzt all der Himmel op Erden? – Wo is et jemütlich und familiär ? – Wo, … Im Voiswinkele Fasteleer!“ (Auszug aus der Prinzenrede). Der Jubel der dem Prinzen entgegenbrandet ist groß.

Mit der Prinzenrede wird eine neue Seite des Voiswinkeler Karnevals aufgeschlagen. Zum Weiberfastnachtszug säumen tausende Jecken die Zugstrecke. Nach der Wettermisere der letzten beiden Jahre führt Zugleiter Hans Potthoff den Tross bei strahlendem Sonnenschein durch die Straßen. Aber es gibt auch Schattenseiten.

Durch einen bedauerlichen Unfall während des Zuges wird die IVK zum ersten Mal auch mit den unangenehmen Begleiterscheinungen des Straßenkarnevals konfrontiert.

Die 80er

Orden der Session 1980/81
Session 1980/81

„Voiswinkeler Fasteleer, mir jevven dich nit her“

„Im Märzen der Bauer die Rößlein einspannt“ - so heißt es in einem bekannten Volkslied. Ähnlich macht es die IVK im März 1980. Laut Satzung muss alle drei Jahre ein neuer Vorstand gewählt werden.

MeilensteinDas erste Voiswinkeler Kinderdreigestirn: Prinz Peter (Flemm), Jungfrau Andrea (Werheid) und Bauer Bernd (Richert).

Das erste Voiswinkeler Kinderdreigestirn
Das erste Voiswinkeler Kinderdreigestirn
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Alter und neuer Präsident ist Peter Schmidt. Unterstützt wird er von seinem Stellvertreter Hermann Josef Stefer, Geschäftsführer Hans Potthoff, Literat Bernd Gardeweg und Schatzmeister Heinz von Ahlen.

Ferner mit dabei: Peter Merzbach, Helmut Flemm, Jürgen Brück und Günter Kröber. Eine der ersten Amtshandlungen des neuen Vorstands: Die Ernennung der Musikgruppe „Die Vier vun der Sackjass“ zu Ehrenmitgliedern der IVK. „Volldampf voraus! Et geiht d‘r Rhing jetzt entlang” ist die Parole im Sommer 1980. Mit einer Dampferfahrt auf dem Rhein bleibt die IVK ihren Aktivitäten außerhalb der Session treu.

Noch vor dem offiziellen Beginn der Session heißt es Tanzgruppe – die Dritte. Mit der Kindertanzgruppe „Rot-Weiss“ (aufgrund ihrer weißen Perücken auch als Schneeflöckchen bekannt) rufen Karin Brück und Käthe Mehlberg eine neue Voiswinkeler Tanzformation ins (karnevalistische) Leben. Anfang November 1980 ist die Voiswinkeler Narrenzunft bereit unter dem Motto „Voiswinkeler Fasteleer, mir jevven dich nit her“ (Vorschlag von Elisabeth Kuhlemann) in die neue Session zu starten. Aber am 11. im Elften kann man zunächst mit Prinz Jürgen II. (Arnold) und Jungfrau Wera (Werner Lensing)nur ein Zweigestirn präsentieren.

Doch pünktlich zur Proklamationssitzung ist das Dreigestirn mit Bauer Wolfgang (Freudenberger) komplett. Zudem gibt es für das Dreigestirn in dieser Session unverhoffte Unterstützung. Nach den Schwierigkeiten bei der Dreigestirnssuche in den letzten Jahren, präsentiert der „Förderkreis für das Dreigestirn 1999“ auf der Seniorensitzung überraschend das erste Voiswinkeler Kinderdreigestirn. In extra angefertigten Originalkostümen begleiten der fünfjährige Prinz Peter (Flemm), die vierjährige Jungfrau Andrea (Werheid) und der ebenfalls vierjährige Bauer Bernd (Richert) die „großen Tollitäten“ durch die Session.

Auch neu in dieser Session: Erstmals findet eine Sitzung außerhalb der Hofburg im Haus am Sonnenberg statt. Zwar wird diese nicht von der IVK, sondern vom Männergesangverein organisiert, doch mit dem Umzug in die Turnhalle der Grundschule ist der Grundstein für die „Lachende Sporthalle“ gelegt. Der Aufwand für nur eine Sitzung ist riesig. Willi Bruchhausen baut die Bühne.

Zahlreiche Helfer karren Teppiche, Tische und Stühle heran und errichten einen provisorischen Thekenraum. Doch die Arbeit lohnt sich. Abgesehen von kleinen Malheurs wie gelegentlichem Stromausfall infolge von Überlastung(Gemeinedirektor Hans Klein lässt es sich nicht nehmen und stiftet umgehend zwei Sicherungen) ist die Sitzung ein voller Erfolg. mitgliedern der IVK. geiht d‘r Rhing jetzt entlang”

Orden der Session 1981/82
Session 1981/8210. Session

„Voiswinkel det fiere und jubiliere“

Konnten die jecken Wiever im Jahr 1971 ahnen welch großen Einfluss ihr Weiberfastnachtsumzug auf die Voiswinkeler Karnevalslandschaft haben sollte? Vermutlich nicht.

MeilensteinAm 12. und 13.02.1982 finden die ersten Prunksitzungen in der Turnhalle der Grundschule statt.

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Doch mit der Session 1981 – 1982 ist es soweit. Die IVK geht in ihre zehnte Session.

Treffend lautet das Motto (auf Vorschlag der Kalmüntener hin) „Voiswinkel det fiere und jubiliere“. Doch bevor in Saus und Braus gefeiert wird, gibt es auch eine traurige Nachricht zu vermelden: Im April 1981 verstirbt völlig unerwartet mit erst 62 Jahren Heinz Rodenbach. Die IVK verliert einen ihrer drei Ehrensenatoren. Erfreulicher ist dafür, dass im Juni 1981 zum dritten Mal auf Initiative der IVK die St.-Engelbert-Kirmes stattfindet.

Wieder stehen alle Vereine, Gruppen und Gemeinschaften zusammen und erwirtschaften durch ihren persönlichen Einsatz einen Großteil des neuen Teppichbodens in der Turnhalle, der auf den beiden Jubiläumssitzungen der IVK eingeweiht wird. Denn nach dem großen Erfolg der MGV-Sitzung im Vorjahr, zieht nun auch die IVK mit zwei Prunksitzungen an aufeinanderfolgenden Tagen (12. und 13. Februar) in die Lachende Sporthalle um. Unter der Doppelleitung von Peter Schmidt und Hans Nick feiern die Voiswinkeler ihr Dorf, die IVK und den Karneval. Neben den beiden Prunksitzungen gibt es auch wieder die Eröffnungssitzung mit der Proklamation, die Kinder- und die Seniorensitzung.

Diese jedoch weiterhin im „alten Gürzenich“, in der Hofburg im Haus am Sonnenberg. Wie es sich für eine Jubiliäumssession gehört verläuft die Suche nach einem Dreigestirn dieses Mal reibungslos ab. Zum Zehnjährigen regieren Prinz Heinz I. (Fluss), Jungfrau Franka (Frank Giesler) und Bauer Gerd (Götschenberg) über die Jecken. Ungewöhnlich ist jedoch die Verteilung der einzelnen Rollen.

Anstatt gezielt nach Prinz, Jungfrau und Bauer zu suchen, verteilt das neue Dreigestirn das jeweilige Amt im Losverfahren untereinander. Mit Prinz Moritz I. (Haas), Jungfrau Barbara (Oehmen) und Bauer Gunnar (Götschenberg) sind auch wieder die „kleinen Tollitäten“ mit von der Partie. Zum Jubiläum zieht zudem ein Hauch von Internationalität in die IVK ein. Auf dem Weiberfastnachtszug spielt mit den Chruttbuuchguggä erstmal eine Musikgruppe aus der Schweiz.

Die gesamte Session ist ein voller Erfolg. Doch nicht nur die Session an sich, sondern gerade auch der Verein IVK als solcher. Präsident Peter Schmidt schreibt in der Festschrift zum zehnjährigen Jubiläum: „Lässt man 10 Jahre IVK Revue passieren, kann man wirklich bestätigen, was im vorigen Jahr in der Presse stand: INTERESSEN- GEMEINSCHAFT VOISWINKELER KARNEV ALSFREUNDE, KURZ IVK GENANNT, HEISST SO VIEL WIE BEGEISTERUNG EINER GANZEN ORTSCHAFT ZU NÄRRISCHEM TREIBEN UND BRAUCHTUMSPFLEGE.“ (Götschenberg) sind auch wieder die „kleinen Tollitäten“ mit von der Partie. Zum Jubiläum

Orden der Session 1982/83
Session 1982/83

„IVK und MGVoll fiere Karneval wie doll“

Die Feste müssen so gefeiert werden wie sie fallen. Gerade beim karnevalistischen Völkchen ist dieser Glaube besonders stark vertreten.

MeilensteinDie erste After-Zoch-Party – im Zelt auf der Wiese vor der Kirche.

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Dementsprechend ausgelassen begeht man in der Vorsession auch das zehnjährige Jubiläum der IVK. Umso besser also, dass die Vorbereitung auf die Session 1982 – 1983 mit Freiluftaktivitäten startet, wohl auch um eventuelle Nachwehen der 5. Jahreszeit auszukurieren.

Auf einem IVK-Wandertag und einer erneuten Dampferfahrt auf dem Rhein sammeln die Voiswinkeler Jecken genügend Energie für die neue Session. Auch wieder fest auf der jährlichen Agenda der IVK: Die Ausrichtung der St.-Engelbert-Kirmes im Juni 1982. Mittlerweile bietet die IVK zahlreiche Aktivitäten inner- und außerhalb der Session an. Damit die Voiswinkeler immer auf dem neuesten Stand sind erscheinen im Oktober 1982 erstmals die „Voiswinkeler Nachrichten“. Von nun an berichtet das Redaktionsteam um Peter Schmidt, Hans Potthoff und Werner Haas monatlich von Ereignissen und Meldungen in und über Voiswinkel.

Das neue Blatt ist eine Reaktion auf die Nichtbeachtung Voiswinkels durch die beiden Zeitungen Kölner StadtAnzeiger und Kölner Rundschau. Eine tolle Maßnahme, die mit viel privatem Einsatz verbunden ist – vom Dorf, für et Dorf. Unter Anderem kann man den Voiswinkeler Nachrichten auch das Motto der Session entnehmen: „IVK und MGVoll fiere Karneval wie doll“ lautet es und nimmt Bezug auf das Jubiläum „60 Jahre Männergesangverein Edelweiß“. Anführer des karnevalistischen Treibens sind im diesen Jahr seine Tollität Prinz Willi I. (Bruchhausen), ihre Lieblichkeit Jungfrau Reni (Reinhard Heikaus) und seine Deftigkeit Bauer Günther (Weinandy).

Zum ersten Mal bekommt das Dreigestirn in dieser Session von der Familie Lüttgen aus Bergisch Gladbach einen Ford Transit als Leihgabe. An Weiberfastnacht bahnt sich der Zug mit Zugleiter Bernd Gardeweg seinen Weg durch die Voiswinkeler Straßen und Gassen. Anlaufstelle nach dem Zug: Ein Zelt auf der Wiese vor der Kirche, indem es zum ersten Mal eine Karnevalsdisko gibt.

Orden der Session 1983/84
Session 1983/84

„Voiswinkel hin, Voiswinkel her – Dorfgeschichten im Fasteleer“

Nach drei Jahren ist es wieder so weit. Beim Bilderabend nach den jecken Tagen im Haus am Sonnenberg, wird im Frühjahr 1983 erstmals einzeln und in geheimer Wahl der neue Vorstand ermittelt.

MeilensteinAus dem „Hausfrauennachmittag“ wird die erste Wieversitzung der IVK.

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In ihren Ämtern bestätigt werden: Peter Schmidt (Präsident), Hermann Josef Stefer (Stellvertreter), Hans Potthoff (Geschäftsführer) und Bernd Gardeweg (Literat). Auch weiterhin mit dabei sind Helmut Flemm und Peter Merzbach.

Verstärkt wird der Vorstand mit Hartmut von Ahlen, Eva Berger, Gerd Götschenberg und Marlene Mittler. Anfang November: Die Jecken warten darauf, dass Prinz Karneval die Regentschaft über das Dorf an sich nimmt. Unerwartet muss er sich jedoch noch etwas gedulden, denn kurzfristig übernimmt König Fußball das Geschehen: Auf Einladung der IVK kommt es zum ersten Fußball-Turnier um den „Fasteloved-Kapp“ zwischen den vier Karnevalsvereinen der Gemeinde Odenthal. Die Övver-Ohnder Jecken, das Festkomitee Bergische Jecken Blecher, die Närrischen Odenthaler und die IVK treten im fairen Wettstreit gegeneinander an.

Erster Sieger: Die Interessengemeinschaft Voiswinkeler Karnevalsfreunde. Es mag am ganzen Siegestaumel liegen oder an der Tatsache das es von Jahr zu Jahr schwieriger wird pünktlich zum 11. im Elften ein Dreigestirn zu präsentieren, doch in dieser Session beweisen die Prinzenwerber, das sie Nerven wie Drahtseile haben. Erst beim Martinsfeuer (und somit erst 20 Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe) wird findet man mit Prinz Albert I. (Möller), Jungfrau Hanni (Hans Walter Bruchhausen) und Bauer Peter (Gerfer jun.) ein Dreigestirn. Passend zum Motto der Session „Voiswinkel hin, Voiswinkel her – Dorfgeschichten im Fasteleer“ schreibt das Voiswinkeler Dreigestirn seine eigene „Dorfgeschichte“.

Wieder einmal ist es – wie auch in der Session 1979 – 1980 das einzige in der Gemeine Odenthal. Während der Session gibt es einige Änderungen in der Sitzungslandschaft. Anstatt einer Proklamationssitzung richtet man einen Tanzabend bei freiem Eintritt ein, auf dem „Sitzungspräsident“ Peter Schmidt das Dreigestirn proklamiert.

Aus finanziellen Gründen veranstaltet der MGV keine Karnevalssitzungen mehr. Dafür versucht die IVK einen „Hausfrauennachmittag“ in der Turnhalle unter der Leitung von Sitzungspräsidentin Mercedes Gottfried-Clever aus Köln. Es ist die erste Wieversitzung in der Geschichte der IVK. Auf der Seniorensitzung übernimmt Addy Guhl die Leitung für die erkrankte Leni Haas.

Frank Giesler und Gerd Götschenberg führen durch die Kindersitzung. Die Leitung der Prunksitzung liegt weiterhin in den Händen von Peter Schmidt und Hans Nick. Trotz der zahlreichen Änderungen die Jahr für Jahr Einzug in die IVK halten, gibt es natürlich auch in dieser Session wieder eine unumstößliche Konstante: Am 1. März 1984 begeistert der Weiberfastnachtszug mit Zugleiter Peter Merzbach wieder einmal aus Neue Tausende Jecken, die den Zugweg säumen.

Orden der Session 1984/85
Session 1984/85

„Sport is joot für die Figur, doch Voiswinkels Fasteleer ist wie ne Kur“

Es wird expandiert! Im Frühjahr 1984 beginnt der Bau eines 64m² großen Anbaus für die Turnhalle in Voiswinkel, um der IVK und dem MGV Lagermöglichkeiten für ihr Equipment zu bieten.

Aus dem Dia-Archiv: 1985
Aus dem Dia-Archiv: 1985
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Die IVK beteiligt sich mit einem Eigenanteil von 10 000 DM, der MGV mit 7000 DM. Wieder einmal packt das ganze Dorf mit an und der ein oder andere Voiswinkeler entdeckt, dass auch in ihm ein kleiner Huusmeister Kaczmarek steckt.

Schon beim Bau wird die Muskelkraft der zahlreichen Helfer beansprucht – man betreibt körperliche Ertüchtigung. Jeder Arzt findet dafür lobende Worte. Doch was wahrlich eine Wohltat für Geist und Seele ist, beschreibt das Motto für die Session 1984 – 1985: „Sport is joot für die Figur, doch Voiswinkels Fasteleer ist wie ne Kur“. Doch für die Kur „Voiswinkeler Fasteleer“ opfert so manch einer den Großteil seiner Freizeit.

Insbesondere trifft das auf das Dreigestirn zu. Gerade während der Session folgt Termin auf Termin. Ja, Arbeit, Familie und Fasteleer unter einen Hut zu bringen, verlangt – bei aller Spaß und Freude welche die höchsten Positionen im Karneval unbestritten mit sich bringen – oft einen Balanceakt der Jecken. Umso erfreulicher, dass sich in dieser Session ein Wiederholungstäter unter den Tollitäten findet.

Wie schon vor zehn Jahren (Session 1974 – 1975) stellt sich Bauer Hartmut (von Ahlen) zur Verfügung. Zusammen mit Prinz Manfred I. (Lander) und Jungfrau Friedel (Siegfried Sagroda) bildet er das Dreigestirn. Die Proklamation findet wie auch im Vorjahr im Rahmen eines Tanzabends im Haus am Sonnenberg statt. Zu Gast: Die Labbese.

Sie geben an diesem Januarabend im Jahr 1985 ihr Debüt auf der Karnevalsbühne. Am 9. Februar gibt es nach längerem Waffenstillstand eine erneute Auseinandersetzung mit Petrus. Die Familiensitzung wird durch heftige Schneefälle stark beeinflusst. Die angeheuerten Gruppen und Künstler gelangen schlichtweg nicht zur Lachenden Sporthalle in Voiswinkel.

Ein Alptraum für den Literaten Bernd Gardeweg und die beiden Sitzungspräsidenten Peter Schmidt und Hans Nick. Doch dann ein Hoffnungsschimmer. Wenn auch verspätet, kämpft sich die Saalkapelle aus Bad Godesberg durch die Schneewehen zur Turnhalle durch. Zunächst wird nur getanzt.

Aber dann geht es Schlag auf Schlag und die meisten engagierten Kräfte treffen ein. Viele beenden auch gleich in Voiswinkel ihre Touren und feiern ausgelassen mit den Jecken und Narren der IVK. Nach diesem denkwürdigen Abend ist es auch zu verschmerzen, das es an Weiberfastnacht kein Festzelt mehr auf der Wiese an der Kirche gibt.

Orden der Session 1985/86
Session 1985/86

„Trotz vill Jedöns un Klaaf – dreimol Voiswinkel Alaaf“

Frühjahr 1985. Stürmische Zeiten bei der IVK. Ein Großteil des Vorstands ist seit der Gründung im Jahr 1972 mit dabei.

Weiberfastnachtszug 1986
Weiberfastnachtszug 1986
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Doch in diesem Frühjahr treten noch vor Ablauf der Wahlperiode fünf führende Vorstandsmitglieder von ihrem Amt zurück. Es kommt zum großen Wachwechsel in den Führungsreihen und die Lotsen der Anfangsjahre, jene die lange Zeit die IVK prägten, gehen von Bord.

Vom alten Vorstand bleiben Bernd Gardeweg, Peter Merzbach, Marlene Mittler und Eva Berger mit dabei. Neuer Präsident ist Frank Giesler. Die weiteren neuen Vorstandsmitglieder sind: Siegfried Sagroda, Gerd Götschenberg, Jutta Haas und Hans Walter Bruchhausen. Doch während Vorstände kommen und gehen; Menschen den Karneval für sich entdecken oder den Spaß daran verlieren – eines ist gewiss: Jahr für Jahr naht der 11. im Elften und die närrischen Tage beginnen.

So wird auch in der Vorbereitung auf die Session 1985 – 1986 wieder emsig gearbeitet, um den Voiswinkelern eine weitere grandiose Session zu bescheren. Dennoch lässt man es sich bei der Wahl des Mottos der Session 1985 – 1986 nicht nehmen auf die Ereignisse des Frühjahrs anzuspielen: „Trotz vill Jedöns un Klaaf - dreimol Voiswinkel Alaaf“. Kurz gesagt: komme was da wolle, wir machen weiter und feiern unser Dorf und den Karneval. Das Dreigestirn rekrutiert sich aus den Reihen der Tischtennisabteilung des Turnvereins Voiswinkel.

Der oberste Voiswinkeler Jeck in dieser Session ist Prinz Peter III. (Labudda). Zusammen mit Jungfrau Petra (Peter Schröder) und Bauer Georg (Wübbolt) führt er durch die 5. Jahreszeit. Unterstützung erhalten die Tollitäten von ihren eigenen Pänz. Prinz Andreas I. (Labudda), Jungfrau Kerstin (Carsten Schröder) und Bauer Andreas (Wübbolt) unterstützen ihre „alten Herren“ bei der Regentschaft über die Voiswinkeler Narren.

Und die familiäre Klüngelei geht sogar noch weiter: Neuer Dreigestirnsführer ist der Bruder des Prinzen. Es ist und bleibt die Session der Neuerungen. Wegen Kanalbauarbeiten in der Mutzbroicher Straße zieht der Weiberfastnachtszug dieses Mal ausnahmsweise durch die St.-Engelbert Straße in Richtung Heidberg. Doch wie sagt man so schön: Ende gut – Alles gut!

Orden der Session 1986/87
Session 1986/87

„Metjemaht un net jeziert - in Voiswinkel wird Karneval jefiert“

Nachdem sich die Ereignisse in der vorangegangen Session teilweise förmlich überschlagen haben, verlaufen die Vorbereitungen für die Session 1986 – 1987 verdächtig reibungslos ab. In ruhigem Gewässer steuert die IVK mit ihren vielen Mitgliedern und Helfen auf den 11. Im Elften zu.

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Auch das gelegentliche Sorgenkind namens Dreigestirnsfindung verursacht dieses Mal keine Probleme. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der IG Mutz steht früh fest, dass die Mutzer sowohl das große, als auch das kleine Dreigestirn für die neue Session stellen.

Prinz Helmut I. (Duske), Jungfrau Franka (Franz Triltsch) und Bauer Udo (Engels) bilden das neue Triumvirat. Die jungen Jecken werden von Kinderprinz Udo I. (Triltsch), Jungfau Britta (Kley) und Bauer Axel (Ragas) repräsentiert.

Die Session 1986 – 1987 steht unter dem Motto „Metjemaht un net jeziert - in Voiswinkel wird Karneval jefiert“ und ist somit zugleich Motto als auch ein Aufruf, um noch mehr Voiswinkeler für den Karneval zu begeistern.

Eine kleine Neuerung hat die Session dann aber doch zu bieten. Frei nach dem Klassiker „Der schönste Platz ist immer an der Theke“, übernimmt die Interessengemeinschaft Voiswinkeler Karnevalsfreunde zum ersten Mal in eigener Regie die Bewirtung der Wiever- und Familiensitzung.

Orden der Session 1987/88
Session 1987/88

„Voiswinkel immer heiter, lustig geht es weiter“

Ein Großteil der Karnevalsvereine im Kölner Umland orientiert sich bei der Gestaltung der Fastelovendszeit am Vorbild des Kölner Originals. Ein elementarer Bestandteil des Kölner Karneval-Brauchtums ist beispielsweise die Tradition, das Dreigestirn nur mit männlichen Mitgliedern zu besetzten.

MeilensteinMit Jungfrau Martina (Dahl) gibt es erstmals eine weibliche Jungfrau im Dreigestirn.

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Eine Tradition, der auch die IVK in ihrer bisherigen Historie immer treu geblieben ist. Doch auf der Suche nach dem 17. Dreigestirn – oder dem 16. unter der Schirmherrschaft der IVK – für Voiswinkel gibt es Überlegungen mit dieser Quotenregelung zu brechen.

Die Entscheidung erstmals eine Frau in ein Voiswinkeler Dreigestirn zu berufen, stößt nicht überall auf Freude. So manch traditioneller Karnevalist ist nicht überzeugt von dem neuen Vorschlag. Aber noch bevor Beginn der 5. Jahreszeit ist klar. Mit Jungfrau Martina (Dahl) gibt es erstmalig eine weibliche Jungfrau im Voiswinkeler Dreigestirn.

Zusammen mit Prinz Leo I. (Schäfer) und Bauer Norbert (Dahl) nimmt sie die neue Session in Angriff. Die Mitglieder des Dreigestirns stammen alle aus den Reihen der Schwarzbrocher Buure, die schon seit 1972 immer mit einem Motivwagen im Weiberfastnachtszug vertreten sind. Anfangs nur zu Zehnt, vertritt mittlerweile eine Gruppe von über 30 Personen die Karnevalsjecken aus dem Schwarzbroich „em Zoch“. Auch das Kinderdreigestirn der Session 1987 – 1988 wird von den Schwarbrocher Buure gestellt.

Und auch im kleinen Dreigestirn setzt sich die Frauenpower durch. Nadine (Reuter) ist der erste weibliche Prinz eines Voiswinkeler Kinderdreigestirns. Ihr zur Seite stehen Jungfrau Melanie (Niessen) und Bauer Jörg (Spanier). Unter dem Motto „Voiswinkel immer heiter, lustig geht es weiter“ führen die sechs Schwarzbroicher Tollitäten durch die Session.

Dank des Turnhallenanbaus von 1984 hat die IVK mittlerweile Lagermöglichkeiten für Equipment. So können in dieser Session neu erworbenen Tische und Bänke für die IVK-Veranstaltungen in der Turnhalle, direkt vor Ort gelagert werden. Eine Maßnahme die den Auf- und Abbau der Halle ungemein erleichtert. Nadine te stehen Melanie und Bauer Jörg (Spanier).

Unter dem Motto „ Voiswinkel immer heiter, lustig geht es

Orden der Session 1988/89
Session 1988/89

„In Voiswinkel geht’s auch mit wenig Geld, wir machen eine Reise um die Welt“

Karneval, der: rheinisches Volksfest, mundartlich auch Fastelovend oder Fasteleer genannt, mit dem 11.11. eines jeden Jahres beginnt im Umkreis von Köln für viele Menschen (die sich selbst als Jecken oder Narren bezeichnen) die schönste Zeit des Jahres (siehe 5. Jahreszeit), von da an schrittweise Steigerung ausgelassenen Trubels und Heiterkeit mit Sitzungen und Festumzügen bis hin zum Höhepunkt, den Tagen von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch. So oder so ähnlich könnte ein Lexikon-Eintrag lauten, der versucht – in aller Kürze – einem Außenstehenden das Phänomen Karneval näher zu bringen.

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Auch für die Voiswinkeler und die IVK bedeutet die 5. Jahreszeit eine immer wiederkehrende Zeit, in der man sich selbst und das Dorf hochleben lässt. Doch bei aller Freude steckt auch immer eine gehörige Portion von Planung und Organisation hinter den jecken Tagen, die im Laufe der Zeit ein immer höheres Maß an Professionalität verlangt.

Um dieser gerecht zu werden, beschließen die Voiswinkeler am 16.4.1988 bei einer Bürgerversammlung im Haus am Sonnenberg ihre IVK in der Rechtsform des eingetragenen Vereins weiterzuführen. Wurden früher noch die Verträge mit den auftretenden Künstlern per Handschlag und Bierdeckelvertrag besiegelt, gilt es heutzutage eine Reihe von Formalitäten zu beachten. Somit heißt die IVK von nun an offiziell Interessengemeinschaft Voiswinkeler Karnevalsfreunde e.V. Nachdem die formalen Aspekte geklärt sind, kann man ich sich wieder dem eigentlichen Ansinnen der IVK annehmen – dem Karneval. Noch vor der Session erfolgt die Ernennung des langjährigen Präsidenten Peter Schmidt zum Ehrenpräsidenten.

Motto der Session ist: „In Voiswinkel geht’s auch mit wenig Geld, wir machen eine Reise um die Welt“. Bei der Suche nach einem Dreigestirn greift zum wiederholten Male Artikel 3 des Kölner Grundgesetz „Et hät noch immer god gegange“. Prinz Herbert I. (Pleiß) wird erst wenige Minuten vor der geplanten Vorstellung des neuen Dreigestirns von der Übernahme der närrischen Regentschaft überzeugt. Ihm zur Seite stehen Jungfrau Marlene (Mittler) und Bauer Manni (Manfred Greifenberg).

Zusammen sind sie die ersten Repräsentanten der IVK beim erstmals stattfindenden Bergischen Tollitätentreffen in Schmitzhöhe. Prinz Daniel I.(Jacobs), Jungfrau Sandra (von Ahlen) und Bauer Thomas (Dürrenberg) formen das Dreigestirn dieser Session.

Orden der Session 1989/90
Session 1989/90

„Munter und unverdrossen wird mit Kamelle und Strüßje weitergeschossen“

Herbst 1989. Die ganze Welt schaut gebannt nach Berlin und wartet mit großer Anspannung auf die Entwicklungen im schwelenden Ost-West Konflikt. Einigung?

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Wendepunkt im Kalten Krieg? Doch während Kanzler Kohl ohne vorherige Absprache mit dem Koalitionspartner und den westlichen Bündnispartnern im November 1989 im Deutschen Bundestag ein „Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas“ vorlegt, befindet sich ein kleines unbeugsames Dorf im Kölner Einzugsgebiet namens Voiswinkel mitten in den Vorbereitungen auf die Session 1989 – 1990. Natürlich verfolgt man auch in unserem Dorf den Fall der Berliner Mauer am 9. November.

Doch da nur zwei Tage darauf der Fasteleer beginnt, ist die Aufmerksamkeit der Voiswinkeler zweigeteilt. Allerdings lässt sich vom Motto der Session 1989 – 1990 „Munter und unverdrossen wird mit Kamelle und Strüßje weitergeschossen“ auch eine kleine Brücke zu den Ereignissen in Berlin schlagen. Anstatt fliegender Kugeln, bevorzugt der Voiswinkeler karnevalistische Geschosse.

Oberkanoniere der Session sind Prinz Rüdiger I. (Weinandy), Jungfrau Martina (Nelles, geb. Peffekoven) und Bauer Norbert (Deckers). Auch die Jugend ist wieder voller Eifer mit von der Partie, denn im Kinderdreigestirn gibt es einen „Wiederholungstäter“: Der Kinderbauer der vergangenen Session avanciert zum Prinzen Thomas I. (Dürrenberg). Die weiteren Kindertollitäten: Jungfrau Anke (Albrecht) und Bauer Daniel (Schulz).

Um den Einsatz der zahlreichen Gruppen die sich Jahr für Jahr immer neue und kreative Ideen für Kostüme und Wagengestaltung überlegen, zu belobigen, gibt es in dieser Session erstmals eine Jury, welche den Weiberfastnachtszug bewertet. In zwei Kategorien werden Wagen und Fußgruppen prämiert.

Die 90er

Orden der Session 1990/91
Session 1990/91Sitzungen fallen aus

„Kunterbunte Zirkuswelt – Voiswinkel wie es uns gefällt“

Nachdem es in den vergangenen Jahren etwas ruhiger um den Senat der IVK geworden ist, beschließt man im Herbst 1990 sich unter der Führung des Ehrenpräsidenten Peter Schmidt neu zu konstituieren. Ferner einigt man sich darauf in einem eigenen Wagen am Weiberfastnachtszug der Session 1990 – 1991 teilzunehmen.

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Auch setzt der Senat mit einer Radrallye die Tradition der IVK, auch außerhalb der offiziellen Session Veranstaltungen für ihre Mitglieder anzubieten, fort. Prinz Helmut III. (Schüller) wird der erste Prinz aus Voiswinkel der sich der Dritte nennen darf.

Flankiert wird er von ihrer Lieblichkeit Jungfrau Marianne (Meinerzhagen) und seiner Deftigkeit Bauer Klaus (Hansen). Zusammen mit dem Kinderdreigestirn um Prinz Boris I. (Rudolph), Jungfrau Annika (Schüller) und Bauer Kai (Albrecht) starten sie unter dem Motto „Kunterbunte Zirkuswelt – Voiswinkel wie es uns gefällt“ in die Session 1990 – 1991. Doch leider ist die Welt zu diesem Zeitpunkt keine kunterbunte Zirkuswelt. Aufgrund der schrecklichen Ereignisse des Golfkrieges werden alle karnevalistischen Aktivitäten am 22.01.1991 beendet. Der Karneval soll den Menschen Freude bereiten und ihnen auch in schwierigen Zeiten ein Lachen auf das Gesicht zaubern, doch manchmal muss auch der Karneval im Angesicht solch bedrückender Situationen ruhen.

Alle Sitzungen der Session fallen aus. Jedoch sind die Regressansprüche der verpflichteten Künstler äußert gering. Es wird beschlossen, dass das Motto in die Session 1991 – 1992 übernommen wird und die – schon proklamierten – Dreigestirne in den einstweiligen „Ruhestand“ gehen. So endet die Session 1990 – 1991 deutlich früher als erwartet.

Orden der Session 1991/92
Session 1991/92

„Kunterbunte Zirkuswelt – Voiswinkel wie es uns gefällt“

Zum ersten Mal war im vorherigen Jahr (aufgrund der schockierenden Ereignisse des Golfkrieges) eine Session abgebrochen worden. Prinz Helmut III. (Schüller), Jungfrau Marianne (Meinerzhagen) und Bauer Klaus (Hansen) sind somit zusammen mit ihren „kleinen Amtskollegen“

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Prinz Boris I. (Rudolph), Jungfrau Annika (Schüller) und Bauer Kai (Albrecht) das Dreigestirn mit der längsten Amtszeit in der Historie der IVK. Doch bevor die karnevalistischen Aktivitäten im November wieder aufgenommen werden, steht im Frühjahr 1991 zunächst die Neuwahl des Vorstands an.

Frank Giesler gibt sein Präsidentenamt ab und präsidiert auch die Sitzungen nicht mehr. (Jedoch bleibt er der IVK als Dreigestirnsführer erhalten). Neuer Präsident ist Bernd Gardeweg. Vom alten Vorstand bleiben Marlene Mittler, Eva Berger, Hermann Müller (der schon seit 1986 als „Finanzminister“ im Amt ist) und Irmgard Ernst (die „Pressesprecherin“ seit 1988). Alfred Meinerzhagen wird zum „Ehrenhofmarschall“ ernannt.

Neu hinzu zum Vorstand stoßen Gabi Albrecht, Karlheinz Mittler, Herbert Jedwabny (als Literat und Geschäftsführer) und Peter Labudda (als Zugleiter).

Im 11. Im Elften starten die Voiswinkeler unter dem alten und neuen Motto „Kunterbunte Zirkuswelt – Voiswinkel wie es uns gefällt“ in die Session 1991 – 1992. Die Sitzungen verteilen sich über das ganze Dorf. So finden die Kostümsitzung (ohne die schon erfolgte Proklamation) und die Seniorensitzung – beide unter der Leitung von Peter Schmidt – im Cafe Mutzbroich statt. Herbert Jedwabny leitet die Kindersitzung in der Gaststätte Schwarzbroich. Wieversitzung (Präsidenten sind Irmgard Ernst und Peter Schmidt) und Familiensitung (mit den Präsidenten Bernd Gardeweg und Albert Möller) werden wieder in der zum Voiswinkeler Gürzenich umfunkionierten Turnhalle ausgerichtet.

Nachdem Voiswinkel gut zwei Jahre auf einen Weiberfastnachtszug warten musste, zeigt sich Petrus gnädig. An Weiberfastnacht 1992 zieht der Zug bei frühlingshaften Temperaturen durch die Voiswinkeler Straßen und Gassen.

Orden der Session 1992/93
Session 1992/93

„Knupser, knusper Knäuschen, Voiswinkel ist aus dem Häusschen“

Neben dem Vereinsemblem ist der Sessionsorden das Erkennungszeichen schlechthin für einen Karnevalsverein. Ab dieser Session gestaltet Antje Gardeweg wieder die jährlichen IVK-Orden.

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Als Grundlage für das Motiv dient das jeweilige Motto der Session. Geprägt werden sie von der Familie Bley aus Bonn.

Im Jahr vor der Jubiläumssession stellen die Voiswinkeler Jecken fest, dass der Karneval immer professionellere Züge annimmt. So müssen die Karnevalswagen zum ersten Mal zum TÜV und dürfen nur noch diese Session ohne Auflaufbremse fahren. Deutschland, Bürokratenland. Aber auch diese kleine Hürde wird mit Bravour gemeistert.

Bei der Wahl für das Motto der Session lässt man sich von den Gebrüdern Grimm inspirieren: „Knupser, knusper Knäuschen, Voiswinkel ist aus dem Häusschen“. Das Dreigestirn stammt komplett aus Schwarzbroich: Prinz Josef I. (Königsfeld), Jungfrau Ingrid (Dürrenberg) und Bauer Achim (Hahn) werden vom Dreigestirnsführer Alfred Meinzerhagen durch die 5. Jahreszeit geleitet. Auch das bekommt in dieser Session in Person von Gabi Albrecht eine Kinderdreigestirnsführerin zur Seite gestellt. Seine junge Tollität ist Prinz Philipp I. (Ahlers).

Abgerundet wird das kleine Dreigestirn durch Jungfrau Susanne (Hübler) und Bauer Sebastian (Kleine). Die Proklamation findet wieder einmal im Sonnenberg statt. Für die Seniorensitzung begibt man sich erneut ins Cafe Mutzbroich. Die Sitzungspräsidentin der rüstigen Jecken ist Marlene Mittler.

Zum Weiberfastnachtszug reist die Musikgruppe Chruttbuuchguggä aus der Schweiz an und erntet großen Jubel entlang des Zugweges. Bei aller Ausgelassenheit und allem Trubel wirft aber auch ein trauriges Ereignis einen Schatten auf die 21. Session der IVK. Durch den Tod von Konrad Bosbach verlieren die Voiswinkeler Karnevalsfreunde ihren ersten Ehrenpräsidenten.

Orden der Session 1993/94
Session 1993/94

„Buureball em Höhnerstall“

So manch einer reibt sich verwundert die Augen. Mit der Session 1993 – 1994 geht die IVK in ihre mittlerweile schon 22. Session.

MeilensteinIm Mai 1993 werden die Voiswinkeler Spatzen gegründet – mit 12 Mädchen und 2 Jungen.

Die Voiswinkeler Spatzen
Die Voiswinkeler Spatzen
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Zweiundzwanzig, das heißt für den gemeinen Karnevalisten: Jubiläum! Grund genug für eine ehemalige Jungfüchsin eine neue Tanzgruppe ins Leben zu rufen.

Marion Schmitz sammelt 12 Mädchen und 2 Jungen um sich und gründet im Mai 1993 die Voiswinkeler Spatzen, die auch auf allen Sitzungen auftreten. Motto der Jubiläumssession wird „Buureball em Höhnerstall“. Das Dreigestirn setzt sich komplett aus den Reihen des Vorstands zusammen. Allerdings wieder – gemäß der Kölner Tradition – nur aus Männern.

Eine Maßnahme die nicht bei allen auf Freude und Zustimmung stößt. Nach fünf Jahren gemischter Besetzung werden sogar Stimmen laut, die von „einem Schritt zurück ins Mittelalter“ sprechen. Davon lassen sich Prinz Bernd I. (Gardeweg), Jungfrau Hermine (Hermann Müller) und Bauer Herbert (Jedwabny) jedoch nicht aus dem Konzept bringen und bereiten sich voller Elan auf ihre Amtszeit vor. Das Kinderdreigestirn kommt aus den Familien von Prinz und Bauer.

Prinz Daniel II. (Gardeweg), Jungfrau Meike (Jedwabny) und Bauer Patrick (Gardeweg) helfen tatkräftig mit, dass die Session zu einem Erfolg auf ganzer Linie wird. Die Sitzungen sind gut besucht und erneut feiert man den Brauchtum und das Dorf in vollen Zügen. In den Sitzungspräsidentschaften dreht sich aber zum wiederholten Male das Wechselkarussell: Die Proklamation und die Familiensitzung (die ehemaligen männlichen Jungfrauen besetzen hierbei den Elferrat) werden von Peter Schmidt präsidiert. Die Voiswinkeler Wiever werden von der Doppelspitze Irmgard Ernst und Peter Schmidt durch das Programm geführt.

Im Haus am Sonnenberg leiten Marlene Mittler (Seniorensitzung) und Frank Giesler (Kindersitzung) die Sitzungen. Beim Höhepunkt des Voiswinkeler Karnevals an Weiberfastnacht gibt es unschöne Szenen zu beobachten. Zum ersten Mal kommt es während des Zuges an der Schule zu Krawallen zwischen etwa 250 Randalierern. Ein 15-jähriger wird gar durch Messerstiche verletzt.

Wie die Fliegen vom Licht angezogen werden, so ziehen leider auch Großereignisse wie ein Karnevalsumzug immer wieder Chaoten an, die mit dem Karneval an sich nicht viel gemein haben. Ziel der IVK ist es, den Voiswinkelern einen schönen Zug zu bieten. Solchen Leuten darf und wird auch in Zukunft kein Raum gegeben!

Orden der Session 1994/95
Session 1994/95

„Ob Prinz, ob Clown – Karneval ein Traum“

Gleich vorneweg: Die Mitglieder der IVK sind zufrieden mit ihrem Verein und der Arbeit des Vorstands. Im Mai wird der bisherige Vorstand für die nächsten drei Jahre komplett im Amt bestätigt.

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Nach den Ereignissen der 80er- Jahre keine Selbstverständlichkeit. Auch im Frühjahr: Der Senat ruft zu den Drahteseln und veranstaltet erneut eine Rad-Rallye.

Ob sie wie die Bläck Föss zum Meiers Kättche fuhren ist nicht bekannt, doch die Stimmung im Verein ist gut. Anfang Herbst gibt es einen großen Meilenstein für die IVK zu feiern. Seit dem 1. Oktober 1994 ist die IVK Mitglied im Bund Deutscher Karneval (BDK). Was nicht alles aus der Idee von ein paar jecken Wievern Anfang der 70-er Jahre entstehen kann: Vom spontanen Karnevalsumzug mit nur einem Wagen, hin zu einem durchorganisierten Verein.

Die Eröffnung der Session 1994 – 1995 erfolgt zum letzten Mal im Haus am Sonnenberg. Hiermit endet auch eine kleine Ära im Voiswinkeler Karneval. Jedoch gelingt es, vom Inhaber des Sonnenbergs die Erlaubnis zu bekommen, die Räumlichkeiten für die Proklamation, sowie für die Kinder- und Seniorensitzung ohne Miete benutzen. Alles in Eigenregie mit Privatbewirtschaftung.

Für die beiden großen Sitzungen dient wieder die Turnhalle als Austragungsort. Leider zum letzten Mal im Sitzungsprogramm ist die Tanzgruppe Rot-Weiß. Für sie ist es die letzte Session. Unter dem Motto „Ob Prinz, ob Clown – Karneval ein Traum“ (Vorschlag Karin Ramacher) regiert ein Dreigestirn das erneut komplett aus Schwarzbroich stammt.

Prinz Willi II. (Odenthal), Jungfrau Martha (Odenthal), Bauer Willi (Mangels) leben in dieser Session ihren ganz eigenen Karnevalstraum. Das Kinderdreigestirn setzt sich zusammen aus Prinz Daniel III. (Odenthal), Jungfrau Julia (Kleine) und Bauer Andreas (Krebs).

Nach der Randale im letzten Jahr wird der Weiberfastnachtzug nach Rücksprache mit Gemeineverwaltung und Polizei um eine Stunde vorverlegt und geht in umgekehrter Richtung (vom Schwarzbroich zum Küchenberg). Es ist traurig das solche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Erfreulicherweise kommt es jedoch zu keinerlei Ausschreitungen. So können alle ausgelassen den Höhepunkt der Session feiern.

Nur einer hat natürlich wieder etwas zu meckern. Petrus kann sich einfach nicht damit anfreunden, wenn der Zug „in die falsche Richtung geht“. Konsequenz: schlechtes Wetter während des Zuges!

Orden der Session 1995/96
Session 1995/96

„Ov jäle Mann, ov Nejerkopp – mer koche all em jliche Pott“

„Einmal am Rhein“ – mit Willi Ostermanns Klassiker auf den Lippen bricht die IVK im Juni 1995 erneut zu einer Dampferfahrt auf dem Rhein auf. „Außersessionale“

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Aktivitäten werden weiterhin großgeschrieben. Die Zeit zwischen den Sessionen wird genutzt, um das Werbe- und Sponsorenkonzept der IVK zu überarbeiten.

Werbung die zuvor auf den Karten der Dreigestirne abgebildet war, wird nun in den IVK-Heften abgedruckt, die durch die Vermittlung von Albert Möller zum Selbstkostenpreis hergestellt werden. Für die bisher von den Sitzungspräsidenten privat finanzierten Präsente für die auftretenden Kräfte gibt es ab jetzt Sponsoren. Senatspräsident Peter Schmidt lässt es sich zudem nicht nehmen für alle Senatoren rot-weiße Schirme mit IVK-Emblem zu stiften: die „Dienstschirme“. Erfreulich ist auch, dass die Mitgliederzahl nochmal gestiegen ist.

Mittlerweile hat die IVK 237 zahlende Mitglieder. Die (mittlerweile TÜV geprüften) Karnevalswagen finden in der Hermann-Löns-Kaserne in Bergisch Gladbach eine neue Bleibe. Die Session 1995 – 1996 ist bestimmt von Raumproblemen: Das „Haus am Sonnenberg“ ist nicht mehr verfügbar, da es zu einer Pizzeria umgebaut wird. So beginnt die Session im November 1995 in der Mehrzweckhalle der Grundschule.

Alle weiteren Veranstaltungen werden in der Turnhalle ausgerichtet; sogar die Seniorensitzung. Zunächst ist geplant, dass diese in der Mehrzweckhalle der Grundschule stattfindet. Da man aber über 600 Einladungen verschickt, entschließt sich der Vorstand zur Verlegung in die Turnhalle. Wie sich leider herausstellt, ein großer Fehler.

Nur 70 Senioren bzw. junggebliebene Karnevalisten folgen der Einladung. Das Motto der Session „Ov jäle Mann, ov Nejerkopp – mer koche all em jliche Pott“ stammt aus der Feder von Yvonne Ramacher. Zusammen mit Prinz Erhard I. (Schulz), Jungfrau Manuela (Schulz) und Bauer Horst (Wagner) singt, schunkelt und feiern die Karnevalisten durch die 5. Jahreszeit. Natürlich gibt es auch wieder ein Kinderdreigestirn.

Prinz Christian I. (Trump), Jungfrau Daniela (Königsfeld) und Bauer Johannes (Ommer) stehen ihren „großen Amtskollegen“ in nichts nach. Trotz erneut ungemütlich, kaltem Wetter machen die Chruttbuuchguggä den Voiswinkelern auf dem Weiberfastnachtszug erneut ihre Aufwartung.

Orden der Session 1996/97
Session 1996/9725. Session

„Met Blömcher dun mer jrateliere – loss mer et 25ste fiere“

Sommer 1996. Voiswinkel und ganz Deutschland sind in Feierlaune. Gerade ist Deutschland im Mutterland des Fußballs Europameister geworden und die IVK steckt mitten den Vorbereitungen auf ihre 25. Session.

MeilensteinDie erste Herrensitzung – mit vollem Erfolg.

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So schnell kann es im Karneval gehen. Das Jubiläum zur 22. Session ist kaum vorbei, da gibt es schon wieder etwas zu feiern.

Passend lautet das Motto für die Session 1996 – 1997 „Met Blömcher dun mer jrateliere – loss mer et 25ste fiere“. Erneut kommt das Motto aus der Familie Ramacher, dieses Mal von Nicole Ramacher. Für die Vorstellung des Dreigestirns um Prinz Michael I. (Schwidder), Jungfrau Marion (Schwidder) und Bauer Ulrich (Ludemann) begibt man sich wieder in die Mehrzweckhalle der Grundschule. Auch das Kinderdreigestirn mit Prinz Fabian I. (Meisner), Jungfrau Silke (Albrecht) und Bauer Oliver (Stemmler) wird an gleicher Stelle der (Dorf-)Öffentlichkeit präsentiert.

Nachdem die Besucherzahlen in den vergangenen Jahren rückläufig waren, entscheidet sich der Vorstand in dieser Session vorerst keine Seniorensitzung mehr auszurichten. Dafür rückt ein neues Sitzungsformat nach. Zunächst als Versuch findet 1997 die erste Herrensitzung unter der Leitung der Sitzungspräsidenten Bernd Gardeweg und Alfred Meinerzhagen statt. Und die Herren des Dorfs danken es dem Vorstand.

Die Sitzung ist ein voller Erfolg. Auch die anderen Sitzungen sind nahezu komplett ausverkauft (mit Ausnahme der Proklamationssitzung, trotz eines guten Sitzungsprogramms). Erneut findet die Bedienung in Eigenregie statt und es werden selbstgemachte Speisen serviert. Ob jung, ob alt – zusammen arbeitet man Hand in Hand und bringt den Voiswinkeler Gürzenich ein ums andere Mal zum beben.

Albert Möller wagt sich gar in die Bütt und präsentiert eine exzellente „Dorf-Rede“. Für die Beschallung der Sitzungen ist erstmals Dirk Schlaghecke verantwortlich. Feiern, das kann der Voiswinkeler. Doch nicht nur auf den Sitzungen oder die Jubiläen des Vereins.

So kann auch mal die Einweihung eines neuen Karnevalswagens zu einem kleinen Fest ausarten. So geschehen bei der Taufe des von Hans Potthoff und der Familie Bruchhausen neu gebauten Senatswagens, der im Weiberfastnachtzug seine Jungfernfahrt macht.

Orden der Session 1997/98
Session 1997/98

Wieder sind drei Jahre vergangen und wieder spielt man im Vorstand das Spiel „Bäumchen-wechsel-dich“. Gabi Albrecht, Eva Berger und Karlheinz Mittler scheiden aus den Reihen des Vorstands aus.

MeilensteinEs gibt IVK-Kölschgläser, und der Weinzwang auf der Weiber- und Familiensitzung fällt.

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Die neuen Mitglieder sind Reiner Krebs, Horst Wagner und Winfried Gardeweg – die direkt mit der ersten Aufgabe betraut werden. Um sich bei den zahlreichen Helfern, die sich während der Session unermüdlich für die IVK einsetzen zu bedanken, veranstalten die alten und neuen Vorstände im Juni 1997 zum ersten Mal eine Dankeschön-Fete.

Ohne die Mithilfe der Freiwilligen wäre es nicht möglich die vielen Karnevalssitzungen der IVK auszurichten. Im November 1997 adaptiert die IVK einen weiteren Brauch aus dem Kölner Karneval. Erstmals wird zum Einzug in die Hofburg ein Nubbel über dem Eingang inthronisiert (und nach der Session am Aschermittwoch feierlich verbrannt). Hofburg ist die Gaststätte Im Schwarzbroich und somit für das Dreigestirn quasi direkt um die Ecke.

Prinz Jürgen III. (Heinzer), Jungfrau Monika (Trump) und Bauer Helmut (Walterscheid) kommen alle aus Schwarzbroich. Dem Kinderdreigestirn der Session, das erstmals auf der Kindersitzung proklamiert wird, wurde das Karnevalsgen in die Wiege gelegt: Schon die Väter von Kinderprinz Max I. (Königsfeld), Jungfrau Sabrina (Schwidder) und Bauer Andre (Ludemann) waren Teil eines ehemaligen Voiswinkeler Dreigestirns. Neu in dieser Session: Die IVK kreiert eigene Kölsch-Gläser die sowohl verkauft, aber auch als Präsente an die Auftretenden weitergegeben werden. Und wenn man schon mal eigene Kölsch-Gläser hat, muss den Leuten auch ein Anreiz gegeben werden, diese zu kaufen: ab dieser Session wird der Weinzwang auf der Weiber- und Familiensitzung aufgehoben.

Und die Familiensitzung ist direkt das nächste Stichwort. Ein Hauch von Schimanski umgibt das Dorf. Als man am Morgen nach der Sitzung erwacht, stellt man fest, dass in die Turnhalle eingebrochen und die Tonanlage von Dirk Schlaghecke durch das Gaderobenfenster entwendet wurde. Teile können nach einiger Zeit im Dickicht wiedergefunden werden.

Das Mischpult bleibt jedoch verschwunden. Leider gibt es beim Zug wieder heftige Ausschreitungen. Sogar ein Polizist wird verletzt. Nach dem Zug protestieren die Anwohner und fordern mehr Grundstücks- und Personenschutz.

So endet eine wunderschöne Session mit einem unschönen Beigeschmack. Traurig in doppelter Hinsicht, da es nicht das Verschulden der IVK ist, sondern allein die der Chaoten die versuchen den Karneval als Plattform für ihre Idiotie zu benutzen.

Orden der Session 1998/99
Session 1998/99

„Karneval nach Noten“

Eigentlich hat es nichts mit dem Karneval zu tun, und doch wird es zum Thema. In ihrer Satzung hat die IVK verankert, dass das Hauptanliegen des Vereins die Planung und Umsetzung des Karnevalszugs an Weiberfastnacht ist.

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Nach den erneuten Krawallen im Vorjahr muss man sich trauriger Weise jedoch auch dieser Problematik annehmen und für mehr Sicherheit am Zugweg sorgen. Nach mehreren Verhandlungsrunden gibt es seitens der Verwaltung (vor allem der Polizei und Kreisbehörde) die Auflage, auf Kosten der IVK die gefährdeten Grundstücke an der Schulkreuzung durch Bauzäune zu schützen und Toiletten aufstellen zu lassen.

Während sich viele Voiswinkeler über Toiletten entlang des Zugweges freuen, ist es doch erschütternd (wenn auch verständlich), dass die IVK für die Aktionen der Randalierer aufkommen muss. Aktionen die so krass im Gegensatz zu den Werten des Karnevals stehen, die hochzuhalten sich die IVK auf ihre Fahnen geschrieben hat. Auch um den Trübsal zum Ende der letzten Session zunächst einmal beiseite zu wischen, konzentriert man sich im Mai auf König Fußball. Zum letzten Mal findet 1998 im Odenthaler Dhünntalstadion das jährlich ausgetragene Fußballturnier um dem Fastelovend-Kapp zwischen den Odenthaler Karnevalsvereinen statt.

Weitere körperliche Ertüchtigung gibt es während der Sommermonate: Die Fußbodenmatten für die Turnhalle müssen erstmals gereinigt werden. Eine recht schwierige und anstrengende Angelegenheit wie sich herausstellt.

Erfreulicherweise fruchten die neuen Maßnahmen für mehr Sicherheit entlang des Zuges. Der Weiberfastnachtszug der Session 1998 – 1999, die unter der dem Motto „Karneval nach Noten“ (Vorschlag: Gabi Albrecht) verläuft ohne Störungen. Prinz Werner I. (Lensing), Jungfrau Gertrud (Lensing) und Bauer Hans (Waffen) können zusammen mit ihren kleinen Amtskollegen Prinz Matthias I. (Hausmann), Jungfrau Jana (Fütterer) und Bauer Fabian (Jedwabny) ihren „Untertanen“ zuwinken und sich hochleben lassen. Und so endet die Session mit einem lachenden, aber auch einem weinenden Auge: Für die Jungfüchse, die Garde des Dreigestirns, ist es die letzte Session.

Das Dorf neigt seinen Kopf und bedankt für unzählige großartige Auftritte im Voiswinkeler Karneval!

Orden der Session 1999/00
Session 1999/00

„Jahrtausendwende märchenhaft – gefeiert wird mit voller Kraft“

Das Millennium steht vor der Tür! Alle Welt sorgt sich um stehenbleibende Uhren und Computer, mögliche Apokalypse und sonstige fliegende Untertassen.

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Die Voiswinkeler bewahren aber wie gehabt die Ruhe und gehen deutlich pragmatischer zu Werke. So lautet das Motto für die Session 1999 – 2000 „Jahrtausendwende märchenhaft – gefeiert wird mit voller Kraft“.

Also Leinen los und mit vollem Einsatz rein in die Fastelovends-Zeit. Die Ehre das Dreigestirn zu stellen kommt dieses Mal den Schwarzbroicher Buure zu. Prinz Quirin I. (Niessen), Jungfrau Traudel (Niessen) Bauer Wolfgang (Spanier) führen die Voiswinkeler Jecken in das neue Jahrtausend. Unterstützung erhalten sie wie gehabt vom Kinderdreigestirn, bestehend aus Prinz Nils I. (Herweg), Jungfrau Amelie (Berzbach) und Bauer Yannik (Meissner).

Wie schon zuvor angedeutet, sorgt man sich beim Jahreswechsel darum das Computer und Uhren verrücktspielen könnten. Doch was tun wenn die Maschinen einwandfrei funktionieren, aber einfach nur falsch bedient werden. So geschehen bei der Herstellung für die Karten zur Proklamationssitzung. Auf den Karten ist eine falsche Uhrzeit angegeben – der Fehler wird erst zu spät bemerkt.

Doch mit karnevalstische Gelassenheit umschifft man auch diese kleineren Komplikationen und feiert eine rauschende Session. Die Sitzungen kommen gut bei der Karnevalsgemeinde an: die Herrensitzung ist fast, die Wiever- und Familiensitzung komplett ausverkauft. Auch die Sessionsorden der Voiswinkeler kommen gut an. Das Pressebüro der Stadt Bergisch Gladbach prämiert in dieser Session Karnevalsorden aus der Umgebung.

Der Orden des Kinderdreigestirns belegt den 1. Platz. Der Orden des Dreigestirns erzielt einen respektablen 5. Platz.

Auf Grund von Straßenbauarbeiten in der Mutzbroicher Straße führt der Zugweg durch die St.-Engelbert Straße. Wieder mit von der Partie: die Chruttbuuchguggä aus Sargans in der Schweiz. Zum ersten Mal mit dabei im Zug ist das Pank Inn, eine Gruppe des Jugendtreffs der Pfarrgemeinde St.-Pankratius in Odenthal. Sie wagen ein neues Konzept: statt traditioneller Karnevalsmusik erschallt von ihrem Wagen Party- und Technomusik.

Die 2000er

Orden der Session 2000/01
Session 2000/01

„Alle Kostüme ston uns jot – den jeck ze sin, litt uns em Blot“

Man zeigt sich weiterhin zufrieden mit der Arbeit des IVK-Vorstands. Auf der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2000 wird der bisherige Vorstand im Amt bestätigt.

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Zusätzlich gibt es mit Martina Dahl und Anita Schulz zwei neue Vorstandsmitglieder. Auch im Senat gibt es eine kleine Veränderung.

Frank Giesler übernimmt das Amt des Senatspräsidenten von Peter Schmidt. Erneut findet im Juni ein Dankeschön-Abend für die Helfer der Session im evangelischen Gemeindehaus statt. Bedauernswerter Weise kommen sehr viel weniger Helfer, als ursprünglich eingeladen. Um die Voiswinkeler besser über die Aktivitäten der IVK zu informieren, stellt man an den Ortseingängen Reklametafeln auf.

Auf diesen sieht man eine Übersicht der einzelnen Termine während der Session. Die Holzwerkarbeiten stiftet die Familie Albrecht (Sohn der langjährigen Sitzungspräsidentin Marlene Mittler). Guido Koch stellt die Schieferdächelchen für die Tafeln her. Während die neuen Schilder nun starr an ihrem Platz stehen, gehen die Karnevalswagen der IVK auf Reise.

Kurz vor Beginn der Session ziehen sie vom Gelände der Hermann-Löns-Kaserne in eine neu gebaute Wagenhalle nach Gronau um – trotz der hohen Miete. Der Grund dafür ist einfach: Es gibt leider keine Alternativen. Änderungen gibt es auch bei der „Flüssigkeitsversorgung“ der IVK-Veranstaltungen. Kurt Irlenbusch sorgt von nun an dafür, dass es keinem Jecken an einem kalten Getränk fehlt.

Das Motto der neuen Session lautet „Alle Kostüme ston uns jot – den jeck ze sin, litt uns em Blot“ stammt von Quirin Niessen. Der Start in die 5. Jahreszeit feiert man am 11. im Elften mit einem Frühschoppen in der Turnhalle, wobei auch die neuen Dreigestirne vorgestellt werden. Mit Prinz Alex I. (Gerfer), Jungfrau Rosi (Hansen) und Bauer Guido (Koch) kommen die Tollitäten allesamt vom Küchenberg. Das Kinderdreigestirn bilden Prinz Jeroen I. (Wagner), Jungfrau Aylin (Wagner) und Bauer Mark (Goebel).

Während der Weihnachtsferien verpassen Herbert Ernst, Werner Lensing und „angelernte Helfer“ aus den Reihen des Vorstandes und des Senats der Turnhalle einen neuen Anstrich – die Voiswinkeler hegen und pflegen ihren Gürzenich. In eben jenem „Voiswinkeler Gürzenich“ kann man ab dieser Session auch wieder die eine Formation der Jungfüchse bestaunen. 11 neue Mädels wagen nach einer einjährigen Pause den Neustart. Auf dem Weiberfastnachtszug zum Ende der Session kann man eine weitere neue Gruppe im Voiswinkeler Karneval willkommen heißen: die Voiswinkeler Bürgerwehr zieht erstmals mit durch die Straßen und Gassen unseres Dorfes.

Orden der Session 2001/02
Session 2001/02

„Solange der Globus quietscht und eiert – in Voiswinkel wird Karneval gefeiert“

Hast Du Sorgen oder Kummer, wähle einfach diese Nummer – dieser Spruch findet sich in unzähligen Poesie- und Freundschaftsalben. Doch auch die IVK denkt im Sommer 2001 über die Einrichtung einer IVK-Hotline nach.

MeilensteinDie IVK geht live: die erste Website des Voiswinkeler Karnevals. Dazu das erste Erntedank- und Dorffest.

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Außerdem gibt es Überlegungen den Schritt ins World-Wide-Web zu wagen. Vom Gymnasium Odenthal gibt es das Angebot eine solche IVK-Homepage zu betreuen.

Allerdings erweist sich das als finanziell zu aufwendig. Dank der Hilfe von Hans Herweg gelingt es dann doch noch die IVK mit einer eigenen Internetpräsenz auszustatten. Inhaltlich betreut Peter Schmidt stellvertretend für den gesamten Vorstand die neue Seite. Im September gibt es eine neue Episode aus der Reihe „Vom Dorf – fürs Dorf“.

Mehrere Ex-Bauern der Voiswinkeler Dreigestirne planen ein Bauernfest. Am 22. September 2001 ist es soweit und es heißt herzlich willkommen zum 1. Erntedank- und Dorffest. Eigentlich ist alles bereit die durch das Bauernfest hervorgerufene Feierstimmung zu konservieren und nahtlos im November mit dem Karnevalsauftakt weiterzumachen. Unglücklicherweise ruft im Oktober jedoch erst noch einmal die Pflicht.

Durch die Umstellung des Geschäftsjahres vom Kalenderjahr hin zum Wirtschaftsjahr (zu Deutsch: die Abrechnung des Geschäftsjahres umfasst nun den Zeitraum vom 1.April bis zum 31. März des Folgejahres, anstatt wie bisher vom 1. Januar bis zum 31. Dezember) bedarf es einer erneuten Jahreshauptversammlung. Beschlüsse werden zukünftig mit der einfachen Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Ausgenommen sind Satzungsänderungen und eine etwaige Auflösung (Gott bewahre!) des Vereins. Hierfür bedarf es die 2/3 Mehrheit der anwesenden Mitglieder.

Nun aber auf in die Session, dachte sich so manch einer. Im November ist es dann endlich soweit. Mit einem sehr gut besuchten Seniorenstammtisch im Cafe Mutzbroich startet die IVK in die Session 2001 – 2002, die unter dem Motto „Solange der Globus quietscht und eiert – in Voiswinkel wird Karneval gefeiert“. Das Dreigestirn bilden: Prinz Wolfgang I. (Wolfang Loga), Jungfrau Gertrud (Loga), und Bauer Guido (Kurth).

Für die Jugend schlüpfen Prinz Silvan I. (Preiss), Jungfrau Julia (Königsbrügge) und Bauer Felix (Dick) ins Ornat. Im Gegensatz zum Seniorenstammtisch lassen die Besucherzahlen der Sitzungen zu wünschen übrig. Erfreulich dafür: Entlang des Zugweges herrscht eine ausgelassene, friedliche Stimmung.

Orden der Session 2002/03
Session 2002/03

„Jeck und bunt – bei uns geht’s rund“

Kurz nach dem Ende der letzten Session wird als Reaktion auf die geringen Besucherzahlen der Sitzungen beschlossen, fortan nur noch vier Sitzungen mit kostenpflichtigen Eintrittskarten zu veranstalten. Des Weiteren einigt man sich, das Dreigestirn künftig im Rahmen eines „Karnevalistischen Auftaktes“ bei freiem Eintritt zu proklamieren.

MeilensteinGleich zwei neue Tanzgruppen: die Voiswinkeler Zunftfüchse und die Prachtgarde, die erste Voiswinkeler Männertanzgruppe.

Das Dreigestirn 2002/03: Prinz Achim I., Jungfrau Anita und Bauer Winfried
Das Dreigestirn 2002/03: Prinz Achim I., Jungfrau Anita und Bauer Winfried
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Das Kinderdreigestirn wird auf der Kindersitzung proklamiert, die als erste Sitzung im neuen Jahr stattfindet. Im Sommer 2002 verliert der Vorstand zwei seiner treuesten Kräfte: Peter Labudda und Alfred Meinerzhagen.

Noch immer kann sich die Mitgliederanzahl der IVK sehen lassen. 277 zahlende Mitglieder kann die IVK verzeichnen. Wobei die Bezeichnung eingetragene Mitglieder wohl treffender wäre – die Zahlungsmoral lässt sehr zu wünschen übrig. Ob das etwas mit der Beitragserhöhung im letzten Jahr von 11,11 DM zu 11,11 € zu tun hat, sei einmal dahin gestellt.

Nach dem Erfolg im Vorjahr findet im September wieder das Bauernfest inklusive der Vorstellung der Dreigestirne statt. Die Aufgabe, „Einmol Prinz zo sin“ zu schmettern, obliegt in dieser Session Prinz Achim I. (Hausmann). Mit „Oh wie bist du schön“ besingt man Jungfrau Anita (Schulz) und „Op dem Maat ston die Buure“ wird von seiner Deftigkeit Bauer Winfried (Gardeweg) vorgetragen. „Jeck und bunt – bei uns geht’s rund“ ist das Motto der Session.

Rund geht’s auch beim Kinderdreigestirn. Prinz Fabian II. (Overath), Jungfrau Kerstin (Jedwabny) und Bauer Simon (Gardeweg) zeigen, dass auch bei der Jugend des Dorfs die Lust auf Karneval nach wie vor vorhanden ist.

Um eine bessere Berichtserstattung durch die örtliche Presse zu erreichen, besuchen die Dreigestirne die beiden Redaktionen des Kölner Stadtanzeigers und der Bergischen Landeszeitung. Derweil ist die Zeit der „2. Generation“ der Jungfüchse leider schon wieder vorbei. Marion Schwidder, die auch die Spatzen trainiert, meldet jedoch eine neue Tanzgruppe an. Sie soll von nun an die neue Garde des Dreigestirns bilden.

Der Name wird erst auf dem Bauernfest gewählt: Es ist die Geburtsstunde der Zunftfüchse. Nachdem jahrzehntelang die Burschen und Männer des Dorfes sich die Hälse nach den langen Beinen und kurzen Röcken der Mädels recken durften, kommen nun auch die Frauen auf ihre Kosten. Auf der Wieversitzung 2003 debütiert mit der Voiswinkeler Prachtgarde die erste Voiswinkeler Männertanzgruppe. Beim Weiberfastnachtszug herrscht herrliches Wetter.

Orden der Session 2003/04
Session 2003/04

„Trotz leerer Kassen – hoch die Tassen“

Und wieder einmal ist es an der Zeit, einen neuen Vorstand zu wählen. Martina Dahl und Marlene Mittler scheiden aus ihren Ämtern aus.

Der Dreigestirnswagen beim Weiberfastnachtszug 2004
Der Dreigestirnswagen beim Weiberfastnachtszug 2004
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Für sie rücken Wolfgang Spanier (im Amt des Zugleiters) und Achim Bosch (neuer Geschäftsführer) in den Vorstand nach. Kurz darauf werden die Senatoren zu einem Wandertag mit der Grillhütte in Hüttchen als Ziel eingeladen.

Bei der Sessionseröffnung überkommt so manch einen das Gefühl eines Déjà-vu. Zunächst gibt es nur das Kinderdreigestirn mit Prinz Sebastian I. (Meyer), Jungfrau Rebecca (Hauffen) und Bauer Benedikt (Neu) zu verkünden. Ein großes Dreigestirn? Fehlanzeige!

Doch im Laufe des Abends wendet sich das Blatt. Spontan findet sich ein großes Dreigestirn. Mit Prinz Erhard (nun aber) II. (Schulz) und Bauer Horst (Wagner) gibt es zwei Wiederholungstäter im großen Dreigestirn. Zu Überraschung von Präsident Bernd Gardeweg bekleidet das Amt ihrer Lieblichkeit seine eigene Frau: Jungfrau Sylvia (Gardeweg).

Das Konzept der Theken- und Handschlagverträge hat mal wieder mit vollem Erfolg funktioniert. Mit den sechs neuen (bzw. alten) Tollitäten kann die Voiswinkeler Narrengemeinde bestens vorbereitet unter dem Motto „Trotz leerer Kassen – hoch die Tassen“ in die Session 2003 – 2004 starten. Um jedoch nicht nur dem Genuss von Kaltgetränken zu frönen, sondern auch die leeren Kassen wieder etwas zu füllen, können die Jecken erstmals einen Senats-Orden erwerben. Zudem begibt sich das Dreigestirn an einem Samstag auf Promotionstour, um für den Karneval in Voiswinkel und die Veranstaltungen der IVK zu werben.

Hohen Besuch gibt es auf der Herrensitzung. Mit Hans Hachenberg (et Doof Nuss) ist eine der Größen des Kölner Karnevals in Voiswinkel zu Gast. Zunächst eigentlich nur als Besucher, lässt es sich „de Doof Nuss“ nicht nehmen, für eine kurze Rede in die Bütt zu steigen. Die Präsidentschaft über die Kindersitzung wird kurzfristig von Anita Schulz und Achim Bosch übernommen.

Damit gibt es nun vier verschiedene Sitzungspräsidenten in den Reihen des IVK-Vorstandes. Insgesamt wird das Programm aller Sitzungen der Session von den Gästen ausdrücklich gelobt. Der zuvor schon erwähnte Promotionsgedanke trägt sich auch auf dem Weiberfastnachtszug fort. Radio Berg berichtet während des Zuges live vom Zugweg.

Orden der Session 2004/05
Session 2004/05Jubiläumssession

„33 Jahre Jecke Tön“

„Drink doch ene met, stell dich nit esu ann..“. Nein – Anstellerei kann man dem Senat bei seiner Kölner Altstadt- und Brauhauswanderung im Oktober 2004 wahrhaftig nicht unterstellen.

MeilensteinKlaus Menrath und Michael Wihsbaum führen das Voiswinkel-Lied zum ersten Mal auf. „Voiswinkel ming Dorf im Jröne“ wird zum inoffiziellen Leitsatz der IVK.

Das Dreigestirn der Session 2004/05
Das Dreigestirn der Session 2004/05
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Doch während der Senat seine wohlverdiente alljährliche Tour unternimmt, befasst sich das Dorf mit den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Da die technische Unterstützung durch den Sohn wegfällt, kann Hans Herweg die Internet-Homepage der IVK nicht mehr weiter betreuen.

Für ihn übernimmt im November Jürgen Krill die technische Betreuung und Ausgestaltung von www.ivk-ev.de. Für den Inhalt ist weiterhin Peter Schmidt verantwortlich. Die Session 2004 – 2005 ist wieder eine Jubiläumssession. Mittlerweile zählt die IVK stolze 33 Lenze.

Passend dazu kommt vom Vorstand das schlichte, aber äußerst treffende Motto „33 Jahre Jecke Tön“. In der kurzen Session wandert das Herrschaftszepter über die Voiswinkeler Jecken in die Hand eines Siegerländers. Prinz Achim II. (Bosch) führt mit Jungfrau Petra (Jackisch) und Bauer Michael (Kalinke) durch die kurze Session (bereits am 7. Januar findet die Herrensitzung statt!). Die Kindertollitäten repräsentieren Prinz Mauricio I. (Radile), Jungfrau Maren Sophie (Gerfer) und Bauer Felix (Frömbgen).

Der traditionelle Rathaussturm entfällt jedoch für die neuen Dreigestirne. Auf Grund der Tsunami-Flutkatastrophe in Südostasien sagt Bürgermeister Johannes Maubach den Sturm am Weiberfastnachtstag ab. Stattdessen organisieren die Odenthaler Karnevalsvereine in Odenthal eine kleine, jecke Feier in Eigenregie, auf welcher der Rathausschlüssel übergeben wird. Neues auch vom IVK-Merchandising.

Anstatt der IVK-Gläser gibt es nun IVK-Sticker zu kaufen. Der Sticker ist ein Tuba blasender Clown – ein Motiv aus dem IVK-Orden. Leider zum letzten Mal dabei ist in dieser Session die Parodieshow der Schrubbühle. Dafür treten noch einmal die Jungfüchse auf.

Anlässlich des Geburtstages ihrer ehemaligen Trainerin und Dreigestirns-Jungfrau Petra Jackisch betritt eine Formation aus verschiedenen Jahrgängen ein letztes Mal die Bühne des Voiswinkeler Karnevals. 33 Jahre jecke Tön – so besagt es das Motto. Dazu passend wird in der Session 2004 – 2005 das von Klaus Menrath und Michael Wihsbaum getextete Voiswinkel-Leed uraufgeführt. Voiswinkel, ming Dorf im Jröne, wie es im Refrain heißt, wird zum inoffiziellen Leitsatz der IVK. Zum Abschluss der Session zieht der Weiberfastnachtszug durch die Straßen – jedoch erneut auf einem neuen Weg.

Auf Grund von Straßenbauarbeiten wird der Zug durch den Wald und am Friedhof vorbei in Richtung Schwarzbroich geführt.

Orden der Session 2005/06
Session 2005/06

„2006 – Der Ball ist rund – Voiswinkel feiert kunterbunt“

Anlässlich des Jubiläums in der letzten Session plant die IVK für das Frühjahr 2005 eine Mundartmesse in der Kirche St.-Engelbert unter der Beteiligung von Diakon Willibert Pauels (vielen wohl besser bekannt als Kölner Büttenredner „Ne Bergische Jung“) und den Kölner Ratsbläsern. Doch auf Grund des plötzlichen Todes von Papst Johannes Paul II. muss die Messe um ein Jahr verschoben werden.

MeilensteinZum ersten Mal findet die IVK kein großes Dreigestirn.

Das Kinderdreigestirn beim Einzug in die Hofburg 2006
Das Kinderdreigestirn beim Einzug in die Hofburg 2006
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Nach mehreren Besuchen der Chruttbuuchguggä in Voiswinkel machen nun erstmals fünf Mitglieder des IVK-Vorstandes der Musikgruppe ihre Aufwartung in der Schweiz. Bei einem Besuch in Sargans im Kanton Graubünden ernennen die Vorstände die Chruttbuuchguggä zur Ehrenmusikgruppe der IVK.

Bei der Wahl des Mottos kann sich die IVK den Einflüssen der bevorstehenden Fußball-Weltmeisterschaft, die nach 32 Jahren erstmals wieder in Deutschland stattfindet, nicht erwehren. Folgerichtig lautet das Motto für die Session 2005 – 2006 „2006 – Der Ball ist rund – Voiswinkel feiert kunterbunt“. Kunterbunt geht es derweil auch bei der Suche nach einem Dreigestirn zu. Dieses Mal jedoch leider ohne Happy End: Zum ersten Mal findet die IVK kein großes Dreigestirn.

Alle Versuche bleiben erfolglos. Ein Glück, dass auf die Voiswinkeler Jugend Verlass ist! Prinz Niklas I. (Mertin), Jungfrau Carolina (Bosch) und Bauer Nico (Falkenstein) retten die Voiswinkeler (Karnevals-) Ehre und repräsentieren IVK und Dorf bei allen offiziellen Anlässen. So kann man in die Session starten.

Beim Einzug in die Hofburg 2006 übernimmt Manfred Greifenberg von Karl Baldeau das Amt des Standartenführers. Doch der Monat Januar hält leider auch unerfreuliche Nachrichten bereit: Mit Rudolf Berger (dem ehemaligen Rektor der Grundschule Voiswinkel) stirbt ein Ehrensenator der IVK. Hohen Besuch gibt es auf der Fuchssitzung: Die Roten Funken gastieren erstmalig in Voiswinkel. Auch neu mit dabei ist die „Doppelspitze“ der Kindersitzung: Barbara Häuser und Mareike Schlieper sind die neuen Präsidentinnen und führen Pänz und Kinderdreigestirn durch die Sitzung.

Zum Ende der Session zieht, wie gewohnt, der Weiberfastnachtszug durch die Straßen. Doch halt! Welch ein Sakrileg! Nach 33 Jahren entscheidet man sich nach sehr intensiven Diskussionen mit Gemeindeverwaltung und Polizei für einen neuen Weg.

Hatte man vorher an der Regel festgehalten, auf dem Küchenberg zu starten und im Schwarzbroich zu enden (manchmal auch andersherum, sehr zum Missfallen von Petrus), startet der Zug nun im Mutzbacher Talweg. Dennoch ist es ein wunderschöner Zug. Eben ganz dem Motto entsprechend: kunterbunt. Eine weitere Neuerung: Auf dem Senatswagen der IVK fahren erstmals ausschließlich Jungsenatoren mit.

Orden der Session 2006/07
Session 2006/07

„Fröhliche Narretei – Voiswinkeler Jecke sind immer dabei“

Aufgehoben heißt nicht aufgeschoben. Diesem Sprichwort ist die IVK im April 2006 treu: Die ausgefallene „Mess op Kölsch“ findet am 29. April in der übervollen Kirche St.-Engelbert statt.

Das Voiswinkeler Dreigestirn 2007
Das Voiswinkeler Dreigestirn 2007
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Die Predigt hält Willibert Pauels und die Kölner Ratsbläser sind ebenfalls mit von der Partie. Ein unvergessliches Erlebnis.

Auf der Jahreshauptversammlung im Mai stehen wieder Vorstandswahlen auf dem Programm: Neuer Präsident ist Achim Bosch. Zusammen mit Geschäftsführer Quirin Niessen, Kassenwart Ruth Hausmann, Literat Winfried Gardeweg und Zugleiter Wolfgang Spanier geht es in die neue Amtsperiode. Ferner mit dabei im Vorstand: Reiner Krebs, Bernhard Merl, Peter Merzbach, Anita Schulz und Horst Wagner. Die erste Amtshandlung des neuen Vorstandes: Die Ernennung von Irmgard Ernst zur Ehrensenatorin und Bernd Gardeweg zum 2. Ehrenpräsidenten der IVK.

Auf den Vorschlag von Peter Merzbach hin lautet das Motto für die Session: „Fröhliche Narretei – Voiswinkeler Jecke sind immer dabei“.

Große Erleichterung ist auf dem Erntedank- und Dorffest im September zu spüren: Nach einem Jahr Auszeit kann mit Prinz Helmut IV. (Meyer), Jungfrau Christiane (Wanders) und Bauer Roland (Fliegen) wieder ein großes Dreigestirn verkündet werden. Prinz Nick I. (Mantey), Jungfrau Patrizia (Hansen) und Bauer Dominik (Merkenich) sind die jungen Vertreter für das karnevalistische Voiswinkel.

Gut vertreten, auch über die Dorfgrenzen hinaus, werden Voiswinkel und die IVK von der Prachtgarde. Bei der Deutschen Meisterschaft im Männerballett erreichen die tanzenden Männer einen mehr als respektablen 16. Platz (bei 49 Teilnehmern).

Monat der Ereignisse ist der November: Zunächst unternimmt der Senat eine Tagestour an die Mosel. Damit endet die Amtszeit von Frank Giesler als Senatspräsident. Sein Nachfolger ist mit Erhard Schulz „Voiswinkels Doppelprinz“. Überraschend tritt Literat Winfried Gardeweg aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurück.

Für ihn übernimmt kommissarisch Ehrenpräsident Peter Schmidt. Auch eine traurige Neuigkeit gibt es zu vermelden: Am 26. November stirbt mit Peter Gerfer der erste Prinz von Voiswinkel.

Die Session verläuft stimmungsvoll und nahezu ohne Komplikation (mit einigen wenigen Ausnahmen, die außerhalb des Einflusses der IVK liegen). Bei der Herrensitzung kommt es zu einem Durcheinander im Zeitplan. Das Nummerngirl ist erkrankt und der Ersatz kommt zu spät. Zudem behindern Sturm und Regen die engagierten Kräfte bei ihrer Anreise nach Voiswinkel.

Für Präsident und Literat der blanke Horror. Auch die Fuchssitzung bleibt nicht verschont: Beim Auftritt der Bröhler Falkenjäger erleidet ein Musiker auf der Bühne einen Magendurchbruch. Die Sitzung wird unterbrochen, da Notarzt und Rettungskräfte gerufen werden müssen. Der Weiberfastnachtszug 2007 findet bei strahlendem Wetter statt.

Nach dem Zug lädt die IVK die Zugteilnehmer und ihre Freunde zu einer Karnevalsparty in die Turnhalle ein. Die „After-Zoch“-Party ist geboren.

Orden der Session 2007/08
Session 2007/08

„Et Klima wandelt sich, Voiswinkeler Jecke nich“

Sie sind ein elementarer Bestandteil des Karnevals und doch wird ihnen vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit zu Teil. Die Rede ist von den Karnevalswagen der IVK, die Session für Session prächtig geschmückt auf dem Weiberfastnachtszug durch Voiswinkel fahren.

Einzug in die Hofburg, Januar 2008
Einzug in die Hofburg, Januar 2008
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Doch was außerhalb der 5. Jahreszeit mit ihnen geschieht, ist den meisten Jecken gar nicht bewusst. Dabei haben die IVK-Wagen in den letzten Jahren eine wahre Odyssee hinter sich gebracht.

Seit Anfang des neuen Jahrtausends wechseln die Wagen 2007 bereits zum vierten Mal ihren Stellplatz. Ihr neues Domizil ist eine Scheune in Bechen, wo sie auf die neue Session warten.

Im Frühjahr 2007 stehen die (IVK-) Flaggen auf Halbmast. Am 16. April stirbt mit Addy Guhl der Gründungspräsident der IVK. Während man zu seiner Zeit im Vorstand noch mit relativ wenig Bürokratie zu kämpfen hatte, so trifft dies nicht zwingend auf den gegenwärtigen Vorstand zu: Bei der Jahreshauptversammlung im Mai ändert man die Satzung und zieht das Geschäftsjahr wieder mit dem Kalenderjahr gleich. Im September verschickt man Mitgliederinformationen im Buntdruck, eine Aktion, um dem bisher sehr schwachen Kartenvorverkauf für die Sitzungen entgegenzuwirken.

Als Hauptschuldigen für den schleppenden Kartenabsatz vermutet man die kurze Session – bereits am 4. Januar findet mit der Wieversitzung die erste Sitzung des neuen Jahres statt. Das Motto der Session kommt aus den Reihen der Mutzikaner und lautet: „Et Klima wandelt sich, Voiswinkeler Jecke nich“. Prinz Kurt I. (Irlenbusch) (mit neuem Kostüm), Jungfrau Gaby (Degen) und Bauer Josef (Reuter) führen die lange Tradition Schwarzbroicher Dreigestirne fort. Das Kinderdreigestirn um Prinz Kai I. (Bosch), Jungfrau Leonie (Büchel) und Bauer Shawn (Panske) kommt aus der 4. Klasse der Grundschule.

Die Sitzungen während der Session sind hinsichtlich der auftretenden Kräfte und der Stimmung ausgezeichnet, allerdings sind die Einnahmen nur mäßig. Doch großzügige Spenden und die Karnevalsparty in der Turnhalle nach dem Weiberfastnachtszug bringen die Finanzen wieder ins Lot. Besonders erfreulich: Der Erntedank- und Dorfverein e. V. startet die Wiederbelebung der Seniorensitzung.

Die Sitzung am Sonntagnachmittag (bei Kaffee und Kuchen und gefolgt von einem Kölschchen) unter der Leitung von Quirin Niessen findet großen Anklang unter den junggebliebenen Karnevalisten.

Orden der Session 2008/09
Session 2008/09

„Kutt erop, mer sin jot drop“

Nach 37 Jahren in Diensten der IVK ist Schluss – Peter Schmidt tritt den wohlverdienten karnevalistischen Ruhestand an. Ob als Präsident (IVK und Senat), Prinz, Literat, Dreigestirnsführer oder Chronist; Peter hat die IVK geprägt wie kaum ein anderer.

Einzug in die Hofburg, Januar 2009
Einzug in die Hofburg, Januar 2009
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Für seine Verdienste bekommt er vom Bund Deutscher Karneval den Verdienstorden in Gold verliehen. Darauf ein kräftiges 3 x Voiswinkel Alaaf!

Zuletzt war er sogar nochmal kommissarisch in das Amt des Literaten zurückgekehrt. Die Zusammenstellung des Programms für die Fuchssitzung ist seine „letzte Arbeit“. Auf der Jahreshauptversammlung 2008 wird die Position per Nachwahl neu besetzt. Roland Fliegen ist nun verantwortlich für die Planung der Sitzungen.

Und es gibt direkt viel Arbeit für den neuen Literaten: nach dem Erfolg der Seniorensitzung im Vorjahr, findet diese in der anstehenden Session wieder unter der Schirmherrschaft der IVK statt. Damit umfasst das Programm der IVK insgesamt fünf Sitzungen. Die Wieversitzung (Leitung: Irmgard Ernst und Karin Häuser), die Herrensitzung (Leitung: Achim Bosch und Erhard Schulz), die Fuchssitzung (Leitung: Achim Bosch und Quirin Niessen), die Kindersitzung (Leitung: Katrin Fliegen und Barbara Häuser) und die Seniorensitzung (Leitung: Quirin Niessen). Nach der Wieversitzung wird auch Irmgard Ernst in den Ruhestand verabschiedet. 17 Jahre lang hat sie die Sitzung geleitet.

Trotz des vielfältigen Angebots an Sitzungen und gut besetztem Programm, ist leider keine Veranstaltung ausverkauft. Auch die Party nach dem Zug in der Turnhalle ist schwächer besucht als im Vorjahr. Dennoch lassen sich die Voiswinkeler ihre Freude am Karneval nicht nehmen. Getreu dem Motto der Session „Kutt erop, mer sin jot drop“ laden sie alle Jecken dazu ein, nach Voiswinkel zu kommen um gemeinsam mit ihnen und dem Dreigestirn um Prinz Uli I. (Ulrich Wodtke), Jungfrau Sabine (Wihsbaum) und Bauer Ralf (Merkenich) Karneval zu feiern.

Auch in Feierlaune ist das Kinderdreigestirn mit Prinz Johannes I. (Krings), Jungfrau Kerstin (Fliegen) und Bauer Pascal (Merkenich). Wenn auch die Zahl der Zugteilnehmer rückläufig ist und der Zug ohne Musikkapelle auskommen muss, hinterlässt er dennoch einen sehr guten Eindruck.

Orden der Session 2009/10
Session 2009/10

„Spaß und Jux, he danz dä Fuchs“

Wer schreibt, der bleibt. Diesen Satz hat wohl ein jeder schon zu Genüge gehört.

Proklamation 2009
Proklamation 2009
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Doch wie das nun einmal so mit abgedroschenen Weisheiten ist, so wohnt auch diesem eine gewisse Wahrheit inne. Seit 1971 hat Peter Schmidt die Geschichte der IVK aufgeschrieben und hat kleine Anekdoten und Geschichten zu den einzelnen Sessionen für die Nachwelt festgehalten.

Diese Tradition soll auch nach seinem „Eintritt in den Ruhestand“ fortgeführt werden. Es wird festgelegt, dass es die Aufgabe des jeweiligen Senatspräsidenten ist, die Vereinsgeschichte fortzuschreiben. Somit macht Erhard Schulz ab dieser Session weiter, um den Voiswinkeler Nachkommen zu zeigen, dass im Dorf immer was los war. Veränderungen gibt es auch mal wieder im Vorstand.

Bei der Mitgliederversammlung wird Satzungsgemäß eine neue IVK-Spitze gewählt. Der geschäftsführende Vorstand um Achim Bosch (Präsident), Quirin Niessen (Geschäftsführer), Ruth Hausmann (Kassiererin) und Wolfgang Spanier (Zugleiter) wird wiedergewählt. Einzig das Amt des Literaten schlägt aus der Reihe. Nach nur einem Jahr im Amt übergibt Roland Fliegen den Posten an Peter Merzbach.

Ferner mit dabei: Bernhard Merl (wiedergewählt), Guido Kurth (neu), Jürgen Krill (neu), Peter Frömbgen (neu) und Guido Koch (neu). Als Motto der Session 2009 – 2010 wird „Spaß und Jux, he danz dä Fuchs“ ausgewählt. Doch leider müssen die Voiswinkeler und ihr Maskottchen nach 2006 zum zweiten Mal ohne ein großes Dreigestirn auf Tischen und Stühlen tanzen. Erneut springt das Kinderdreigestirn in die Bresche.

Oberster Fastelovends-Jünger des Dorfes ist Prinz Christian II. (Gellert). Ihm zur Seite stehen Jungfrau Charlene (Looks) und Bauer Moritz (Dick). Obwohl erst seit kurzem im Amt, leistet Peter Merzbach bei der Zusammenstellung des Programms für die Sitzungen sehr gute Arbeit. Umso erstaunlicher das die Sitzungen allesamt nicht ausverkauft sind.

Ähnlich ist es mit dem Weiberfastnachtszug. Die Zahl der Zugteilnehmer ist immer noch rückläufig. Auch gab es erneut keine Musikkappelle. Erfreulich jedoch: keine Tumulte während des Zuges.

Mag die Zahl der aktiven Karnevalisten vielleicht auch derzeit zurückgehen, so feiern die verbliebenen Karnevalisten doppelt so ausgiebig, um die „verlorenen Schafe“ wieder zurück in die Karnevalsherde zu treiben. Dennoch ist man sich im Vorstand einig, dass trotz des unerschütterlichen Glaubens an Artikel 3 des Kölner Grundgesetzes („Et hätt noch emmer joot jejange.“) Gesprächsbedarf vor der nächsten Session besteht.

Die 2010er

Orden der Session 2010/11
Session 2010/11

„Et kütt, wie et kütt – Voiswinkel op jöck“

Wie nach der letzten Session bereits angekündigt, setzt sich der Vorstand im Mai 2010 zusammen, um darüber zu beratschlagen, wie man den zurückgehenden Teilnehmerzahlen bei Sitzungen und Zug entgegenwirken und gleichzeitig die wachsende finanzielle Not des Vereins lindern kann. Nach langen Diskussionen und Beratungen ergibt sich folgendes Ergebnis: Der Karneval befindet sich generell im Umbruch.

Weiberfastnachtszug 2011
Weiberfastnachtszug 2011
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Das Sitzungspublikum lässt sich grob in zwei große Gruppen unterteilen. Die einen kommen, um eine Party zu feiern, die anderen, weil sie den „alten Karneval“ lieben (Karneval muss nicht immer laut sein).

Auch hat sich das Zusammenleben im Dorf geändert. So gibt es keine Dorfkneipe mehr (wie früher z. B. die Kneipe am Sonnenberg oder im Schwarzbroich). Eine allgemeine Anlaufstelle, in der man sich regelmäßig austauschen (oder auch einfach mal nur ein Kölsch trinken) kann, entfällt somit.

Man kommt zu dem Schluss, dass es zu viele Veranstaltungen gibt, bei denen zudem manch einer von den hohen Preisen abgeschreckt ist. Allerdings sind die Künstler so teuer geworden, dass oft nichts anderes übrig bleibt, als den Kartenpreis anzuheben. Hier und da schwindet auch die Motivation der Mitglieder, u. a. da der Aufwand für die einzelnen Sitzungen extrem hoch ist.

Um mehr für das Zusammenleben und den Austausch untereinander zu tun, beschließt der Vorstand, wieder eine Dorfzeitung aufzulegen. Diese soll zweimal im Jahr erscheinen. Die Idee: Jeder kann und soll daran mitwirken. Vom Dorf – für et Dorf!

Zudem kommen alle Sitzungen auf den Prüfstand. Für diese Session bleibt der alte Sitzungsplan bestehen, da die Verträge mit den meisten Künstlern schon geschlossen sind. Motto der Session 2010 – 2011 ist „Et kütt, wie et kütt – Voiswinkel op jöck“.

Zum Tal, das die IVK derzeit durchschreitet, passt es, dass wieder kein großes Dreigestirn zur Verfügung steht. Doch erneut holt das Kinderdreigestirn mit Prinz Torben I. (Goebel), Jungfrau Laura (Wingensiefen) und Bauer Tobias (Wingensiefen) die Kohlen aus dem Feuer. Zwar sind die Sitzungen erneut nicht sonderlich gut besucht (trotz teils überragender Programmpunkte!), doch man ist optimistisch, dass sich dies ab der nächsten Session bessert.

Von solchen Störfeuern lassen sich die Karnevalisten jedoch nicht beirren und feiern ausgelassen durch die 5. Jahreszeit. Petrus dankt es ihnen am 3. März 2011 mit strahlendem Sonnenschein beim Weiberfastnachtszug. Mit der Nubbelverbrennung am Karnevalsdienstag und dem Fischessen in der Hofburg (das Brauhaus Herzogenhof in Odenthal) endet die Session.

Orden der Session 2011/12
Session 2011/1240 Jahre IVK

„40 Johr Klüngel und Klaaf – Voiswinkel Alaaf“

So manch einer hält sie vielleicht für verspätete Sternsinger. Doch die vielen fleißigen Helfer, die Anfang 2011 von Haustür zu Haustür in Voiswinkel ziehen, sind Teil der ersten Haussammlung der IVK.

MeilensteinDie erste Haussammlung und das erste „Wir machen Party“. Die Prachtgarde geht nach 11 Jahren in den Ruhestand.

Das erste „Wir machen Party“ im November 2011
Das erste „Wir machen Party“ im November 2011
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Nach der Manöverkritik im Vorjahr ist dies eine hervorragende Möglichkeit, sowohl Geld für die IVK zu sammeln, als auch gleichzeitig herauszufinden, wie viel den Voiswinkelern (noch) an ihrer IVK liegt. Die Sammlung ist ein voller Erfolg.

Die positiven Aussagen der angetroffenen Bürger bestärken den Vorstand darin, seine Arbeit mit vollem Elan fortzuführen. Fazit: Der Voiswinkeler will seinen Karneval! Nach den abnehmenden Besucherzahlen in den Vorjahren ist dieses Ergebnis keine Selbstverständlichkeit.

Voller Tatendrang geht es in die neue Session. Wieder steht ein Jubiläum an. Passend lautet das Motto (der Vorschlag kommt von der Prachtgarde): „40 Johr Klüngel und Klaaf – Voiswinkel Alaaf“. Die IVK erreicht das, was man im Volksmund allgemein auch die „George-Clooney-Jahre“ nennt.

Die ersten grauen Haare sind unbestritten vorhanden, und doch erscheint man attraktiver denn je. Nach den Frustrationen der Vorjahre (wenig Teilnehmer auf den Sitzungen und im Zug, kein großes Dreigestirn), erhebt sich die IVK in dieser Session wie ein Phönix aus der Asche, und dieser Vergleich ist keinesfalls übertrieben.

Den Anfang macht die neue Veranstaltung „Wir machen Party“, die am 12. November ihre Jungferntaufe im Voiswinkeler Karnevalsprogramm erlebt. Die neue Veranstaltung zu Sessionsbeginn soll bei freiem Eintritt Party und Tradition vereinen. Äußerst hilfreich dafür ist natürlich, dass Präsident Achim Bosch mit Prinz Gerhard I. (Odenthal), wenn schon kein vollständiges Dreigestirn, so doch eine Tollität für die anstehende Session verkünden darf. Ihm zur Seite steht das Kinderdreigestirn um Prinz Tom I. (Buhrow), Jungfrau Nicole (Zebandt) und Bauer Simon (Schmitter).

Zusammen mit Cat Ballou und den anwesenden Jecken feiern die neuen Dorfregenten bis in die frühen Morgenstunden. Auch die Sitzungen lassen das Herz eines jeden IVK’lers höher schlagen. So wird die Herrensitzung unter der Leitung von Achim Bosch und Erhard Schulz ein voller Erfolg. Die Fuchssitzung (Leitung Achim Bosch und Quirin Niessen) ist ausverkauft(!).

Highlight der Sitzung ist die Abschiedsvorstellung der Voiswinkeler Prachtgarde, die sich – wie schon bei ihrer Gründung angekündigt – nach 11 Jahren aus dem Karneval zurückzieht. Auch die Kindersitzung unter der Präsidentschaft von Carolina Bosch und Yannick Kunz ist ausverkauft. Und zu guter Letzt führt Quirin Niesen bei der gut besuchten Seniorensitzung durch das Programm.

Leider nicht mehr im Sitzungsprogramm in dieser Session ist die Wieversitzung. Nicht minder erfolgreich als die Sitzungen verläuft der Weiberfastnachtszug. In diesem Jahr sorgte Zugleiter Bernhard Merl wieder für Musikkapellen und damit für eine sehr gute Stimmung unter Teilnehmern und Zuschauern entlang des Weges. Auch die After-Zoch Party platzt aus allen Nähten.

Zum Ausklang der Session trifft man sich in der Hofburg zur Nubbelverbrennung. Man munkelt sogar, dass die Letzten erst am Aschermittwoch den Weg nach Hause finden. Insgesamt ist die Session ein voller Erfolg, trotz schmerzlicher Entscheidungen wie die Streichung der Wieversitzung. Doch es zeigt, dass die Voiswinkeler auch nach 40 Jahren noch immer jeck op ihren Fastelovend sind, und dass durch den mutigen neuen Weg, Jung und Alt zusammenzubringen, der IVK ein Neuanfang gelungen ist.

Orden der Session 2012/13
Session 2012/13

„Mit Kind und Kegel fiert et ganze Veedel“

Die IVK erweitert ihren „Fuhrpark“: Unter der Leitung von Bernhard Merl wird im Sommer 2012 der Dreigestirnswagen neu aufgebaut. Da man noch ein Fahrgestell übrig hat, entscheidet sich das Team spontan dazu, noch einen weiteren Wagen zu bauen.

MeilensteinDie Spatzen feiern 20-jähriges Jubiläum, die Zunftfüchse 11 Jahre.

Weiberfastnachtszug 2013
Weiberfastnachtszug 2013
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Mittlerweile kann die IVK acht Karnevalswagen ihr Eigen nennen. Haupteinsatzgebiet ist natürlich der eigene Zug in Voiswinkel.

Jedoch werden sie nach Weiberfastnacht auch an andere Karnevalsgesellschaften verliehen; eine wichtige Einnahme für die IVK.

Erneut stehen Vorstandswahlen an. Neues Mitglied im Vorstand ist Ralf Merkenich (Senatspräsident). Es scheiden aus: Guido Kurth und Erhard Schulz. Der restliche Vorstand wird von den Mitgliedern im Amt bestätigt.

Mit der Fortsetzung von „Wir machen Party – Die 2.“ starten die Voiswinkeler Karnevalsfreunde am 16. November in die Session 2012 – 2013, die unter dem Motto „Mit Kind und Kegel fiert et ganze Veedel“ steht. Das Motto steht auch sinnbildlich für die Party zum Sessionsauftakt. Nach der erfolgreichen Premiere im Vorjahr feiern wieder Jung und Alt zusammen den Auftakt in die 5. Jahreszeit. Leider gibt es auch in dieser Session kein großes Dreigestirn.

Allerdings ist dies eine Sorge, mit der die IVK nicht alleine da steht. Auch die anderen Odenthaler Karnevalsgesellschaften können kein Dreigestirn aufbieten (weder ein großes noch ein kleines). So liegt es an Prinz Raphael I. (Seidler), Jungfrau Caroline (Stoll) und Bauer Jascha (Gerlach), die Odenthaler Karnevalsehre hochzuhalten; eine Aufgabe, die sie im Laufe der Session mit Bravour meistern. Ihre Dreigestirnsführer sind Ute Fliegen und Ralf Merkenich.

Hofburg ist wie in den Vorjahren erneut der Herzogenhof in Odenthal.

Das Sitzungsprogramm startet am 13. Januar mit der Herrensitzung, die erneut gut besucht ist. Man ist zuversichtlich, in den nächsten Sessionen die Sitzung ausverkauft zu bekommen. Diesen Status hat die Fuchssitzung schon erreicht. Auf der Sitzung übergeben Bernhard Merl und Udo Wanders stellvertretend für den Erntedank- und Dorfverein (der sich in diesem Jahr nach 10 Jahren auflöst) den Spatzen und Zunftfüchsen jeweils eine großzügige Spende.

Beide Tanzgruppen feiern im Jahr 2013 Jubiläum: die Spatzen bestehen bereits seit 20 Jahren, die Zunftfüchse bringen es auf 11 Jahre. Viel zu feiern gibt es auch auf der Kinder- und Seniorensitzung. Die Kindersitzung ist zum wiederholten Male ausverkauft. Auch das Sorgenkind Seniorensitzung ist wieder besser besucht.

An Weiberfastnacht startet der Zug pünktlich um 14:11 Uhr bei strahlendem Sonnenschein. Drei Musikkapellen und 19 Gruppen starten pünktlich um 14:11 Uhr vom neuem Aufstellungsort Mutzbroicher Straße / St.-Engelbert Straße.

Orden der Session 2013/14
Session 2013/14

„Jefeiert weed op der janzen Welt – am Schönsten he, wo et uns jefällt“

Es scheint, als habe sich die Party zum Sessionsauftakt fest im Voiswinkeler Karnevalskalender etabliert. „Wir machen Party – Die 3.“ steht ihren beiden Vorgängern in nichts nach.

Weiberfastnachtszug 2014
Weiberfastnachtszug 2014
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Die Turnhalle platzt aus allen Nähten und die Thekencrew in der Halle hat alle Hände voll zu tun. Doch es wird nicht nur der Auftakt in den Fastelovend gefeiert, sondern auch der Geburtstag von (Kinder-) Jungfrau Hanna (Brockmeyer).

Zusammen mit Prinz Kim I. (Seifert) und Bauer Tim (Zebandt) singt ihr der ganze Saal ein Geburtstagsständchen. Doch Jungfrau Hanna feiert nicht nur, sondern hilft (nach dem offiziellen) Teil auch tatkräftig der Thekencrew beim Spülen der Gläser. Passend zum Motto der Session 2013 – 2014 „Jefeiert weed op der janzen Welt – am Schönsten he, wo et uns jefällt“ feiern die Voiswinkeler Jecken bis in die frühen Morgenstunden.

Im neuen Jahr macht traditionell die Herrensitzung den Auftakt in die Voiswinkeler Sitzungswochen. Über 200 Karten sind bereits im Vorverkauf über den Tresen gegangen. Doch am Morgen der Sitzung bilden sich am Restkartenverkauf kleine Warteschlangen. Die Herrensitzung ist beliebter denn je.

Versorgt werden die Männer von 15 Frauen, die ehrenamtlich Kranz um Kranz in die Halle bringen. Für die Mädels Ehrensache. Früher haben auch die Männer die Wieversitzung bekellnert, auf der Herrensitzung revanchieren sich die Damen. Bei der Fuchssitzung kommt Sitzungspräsident Achim Bosch kurzzeitig ins Schwitzen.

Monatelange Vorbereitung geht der Sitzung voraus. Doch die erste Gruppe (Die Domstädter) verspäten sich. Nach einer kurzen Absprache mit Literat Peter Merzbach ist klar: es nützt alles nichts, wir müssen anfangen. So springt kurzerhand das Dreigestirn mit den Spatzen ein und bereitet den Voiswinkeler Jecken in der bis auf den letzten Platz ausverkauften Turnhalle einen super Start in den Abend.

Ebenfalls ausverkauft ist die Kindersitzung, in dieser Session unter der Leitung von den Debütantinnen Jessica und Patricia Hansen. Zum Abschluss des Sitzungsreigens findet sich eine kleine, aber eingeschworene jecke Gemeinde zur Seniorensitzung ein. Grund für die nicht mehr ganz so hohe Teilnehmerzahl: vielen jung gebliebenen Jecken ist die Sitzung schlichtweg zu laut. Eine Thematik, der sich der Vorstand nach der Session annehmen muss.

Weiberfastnachtzug, After-Zoch Party und die Nubbelverbrennung runden eine sehr gelungene Session ab.

Orden der Session 2014/15
Session 2014/15

„Ov jung, ov alt, of ärm, of rich – im Fastelovend simmer alle glich“

15. November 2014. Tatort: Voiswinkeler Turnhalle. An diesem Abend beginnt mit „Wir machen Party – Die 4.“ der Aufgalopp in die jecke Jahreszeit.

MeilensteinBei der Sessionseröffnung am 15.11.2014 ist um 23:30 Uhr das Bier alle.

Weiberfastnachtszug 2015
Weiberfastnachtszug 2015
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Mit dabei: das neue Kinderdreigestirn für die Session 2014 – 2015 um Prinz Paul I. (Kutz), Jungfrau Finja (Schultz) und Bauer Fabian (Wingensiefen), unzählige Jecken jeden Alters und … tatsächlich zu wenig Kölsch. Gegen 23:30 Uhr muss die Thekencrew das Unfassbare vermelden.

Wir sind leergetrunken. Eigentlich ist es die Pflicht eines jeden guten Chronisten solche Geschehnisse unter den Teppich zu kehren und den Mantel der Verschwiegenheit auszubreiten. Dennoch sei es an dieser Stelle erwähnt, stehen die leeren Fässer doch stellvertretend für die hohe Anzahl der teilnehmenden Jecken und ihre Feierbereitschaft. Kaum 5 Jahre ist es her, als die IVK an einem Scheideweg stand und voller Sorge überlegt wurde wie es mit dem Karneval in Voiswinkel weitergehen soll.

Nun kann sich die IVK vor lauter Nachfragen nach Karten für die Veranstaltungen kaum retten. Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass die Karnevalisten an diesem Abend auch ohne Gerstensaft bis in den frühen Morgen weiter feiern. Es scheint als habe die IVK mittlerweile die perfekte Mischung zwischen Party feiern und Traditionen bewahren gefunden. Die Voiswinkeler danken es ihr mit reger Teilnahme an den Sitzungen.

Ob Herren-, Fuchs- oder Kindersitzung. Die Sitzungssäle sind ausverkauft, die Stimmung hervorragend. Einzig die Seniorensitzung sticht ein wenig heraus, doch hier verfolgt man anscheinend das Prinzip „Masse statt Klasse“. Die Stimmung im Verein ist gut.

Motto der Session ist „Ov jung, ov alt, of ärm, of rich – im Fastelovend simmer alle glich“. Gut und gerne kann man an dieser Stelle auch anstatt von Fastelovend von der IVK sprechen. Auch von der Tatsache, dass man wiederholt kein großes Dreigestirn aufstellen kann, lässt man sich nicht herunterziehen. Es wäre wohl auch ein wenig zu viel des Guten, wenn sich alles auf einen Schlag „zum Guten wendet“.

Und schließlich muss man der bevorstehenden Jubiläumssession auch noch genügend Spielraum zum Glänzen lassen. Es wird weiterhin Höhen und Tiefen geben, doch solange es Voiswinkeler gibt, die sich mit Herzblut und Leidenschaft für den Karneval einbringen wird auch die IVK weiterbestehen und weiter an ihrer tollen Geschichte schreiben, eben jener Geschichte von Voiswinkel unserem Dorf im Jröne!

Wenn ich su an ming Heimat denke, das Wasser in der Dhünn goldener Wein wäre, ich wieder zo Foss nach Voiswinkel jon und de Welt hück still steht, ja dann jit et kein Wood dafür, außer zu sagen ich bin ne Voiswinkeler Jung. In diesem Sinne – 3 x Voiswinkel Alaaf! Yannick Kunz

Session 2015/16Neue Hofburg

Es gibt wieder eine Weibersitzung! Die IVK zieht in eine neue Hofburg, das „Hotel und Restaurant zur Post“ in Odenthal. Und der Karnevalszug findet erstmals am Freitag statt.

Karnevalszug 2016
Karnevalszug 2016

Die 2020er

Session 2020/21Alles fällt aus

Alle Veranstaltungen und der Zug fallen wegen des Corona-Virus aus. Stattdessen ruft die IVK einige digitale Veranstaltungen ins Leben.

Session 2021/2250 Jahre IVK

In der Jubiläumssession zum 50. Geburtstag der IVK gibt es wieder zwei Dreigestirne!

Sessionseröffnung zur Jubiläumssession, November 2021
Sessionseröffnung zur Jubiläumssession, November 2021
Session 2022/2320 Jahre Zunftfüchse

Die Zunftfüchse feiern ihr 20-jähriges Jubiläum!

20 Jahre Voiswinkeler Zunftfüchse
20 Jahre Voiswinkeler Zunftfüchse
Session 2023/2430 Jahre Spatzen

Die Spatzen feiern ihr 30-jähriges Jubiläum!

30 Jahre Voiswinkeler Spatzen
30 Jahre Voiswinkeler Spatzen
Die Geschichte geht weiter

Jede Session schreibt ihre eigenen Geschichten.

Ihr habt Fotos, Zeitungsausschnitte, alte Orden oder eine Anekdote aus eurer Session, die hier nicht fehlen darf? Schickt sie uns – jede Session lebt von den Menschen, die dabei waren. Die Bilder der letzten Jahre findet ihr schon jetzt in unserer Galerie.

Jubiläumsorden der IVK 2027
Session 2026/27

55 Johr IVK

„Konfetti un Glitzer överall – 55 Johr fiere mer schon Karneval“

Aus einem spontanen Zug am Weiberfastnachtstag ist ein Verein geworden, der das ganze Dorf zusammenbringt. Gefeiert wird in einer historisch kurzen Session mit gerade einmal 91 Tagen – feiert mit uns auf unseren Sitzungen und beim Zug an Weiberfastnacht.

Texte: Yannick Kunz und der Zeitstrahl „55 Jahre IVK – Ein Blick zurück“ von Svenja Gangwisch · Orden und Fotos aus dem Vereinsarchiv